Christchurch

1.02 2017
Heute ging es gleich nach dem Wachwerden hinters Steuer, wir hatten ja nix mehr zu Frühstücken. Also sind wir in eine Mall in Christchurch gefahren, und haben dort erst einmal eingekauft. Die Mall erstaunlich klein für so eine große Stadt, und die meisten Läden waren Fressbuden, was auch nicht so spannend ist. Dann ging es auf den Campingplatz fast direkt in Christchurch, der aber ziiiemlich teuer ist. Dafür konnten wir heute schon unser Frühstück dort in der Küche essen, somit hat es sich gelohnt.

Nach frisch getoastetem Toast und einer heißen Dusche fuhren wir wie gestern in die Botanischen Gärten und liefen anschließend zu Art Gallery, die nicht weit weg war. Der Eintritt für diese ist frei, um Spenden wird natürlich gebeten. 

Die Sammlung an Kunstwerken war ziemlich vielseitig, von alten Ölgemälden, ägyptischen Tempelmalereien bis hin zu „elektrischen Bildern“, Skulpturen und Videoclips. Die besagten Bilder sind mit einer leitenden Farbe gemalte Strukturen, beispielsweise Spiralen, die an einen Stromkreis und Kopfhörer angeschlossen sind. Streicht man nun über das Bild verändert sich der Ton, den man hört, er wird höher oder tiefer, lautet oder leider, je nachdem, wie man den Finger positioniert. Des Weiteren gab es Ausstellungen in virtuellen Räumen, und vielerlei mehr. Es war ziemlich interessant und ziemlich künstlerisch, soll heißen, nicht bei jedem Kunstwerk erschloss sich der Sinn des gezeigten. Einen Besuch ist die Gallery aber auf jeden Fall wert. 

Danach wollten wir uns eigentlich die Stadt weiter anschauen, stellten aber mit großer Enttäuschung fest, dass wir diese gestern tatsächlich schon komplett gesehen hatten. Die größte Stadt der Nordinsel, erkundet in 3 Stunden, ein trauriges Resume. Deshalb ging es auch schon ziemlich zügig zum Campingplatz zurück, der sogar einen Pool hat. Leider ungeheizt, und bei dem Wetter macht es leider auch keinen Spass zu schwimmen – es ist windig und kalt. 

Dafür gab es allerdings ein herrliches Abendessen – überbackenes Toast mit Tomaten und dazu einen Couscoussalat 

Das hiesige Stadion
Das Collage mit Schülern davor – stilecht in Uniform
Der Hafen von Rotterdame
Mehr Christchurch auf einem Bild ist wohl nicht möglich
Eine Replik der UN Weldfriedensglocke

31.01 2017

Unsere heutigen Aktivitäten ließen sich heute wortreich und lang beschreiben, einfacher ginge es allerdings mit einem Wort: nix.
Wir blieben heute den ganzen Tag auf dem Campingplatz, parkten einmal um, um dem permanenten Wind zu entgehen und lasen unsere Bücher.

 Erst abends wurden wir zur Aktivität gezwungen, da zwei deutsche Mädels nicht ganz mitgedacht hatten, und ihr viel zu flaches, und nur mit Vorderradantrieb ausgestattetes Auto ans Flussufer stellen wollten. Dieses bestand allerdings aus losen Kiessteinen, Konsequenz: durchgedrehter Reifen und ein feststeckendes Auto. Mit knapp 10 Leuten, die sich schnell auf dem Campingplatz gefunden hatten, schoben wir das Auto dann wieder frei. Danach hatten wir uns erstmal ein Abendessen verdient, es gab Nudeln mit Tomatensoße. Dabei fiel auf, dass unsere ganzen Toast und Müslivorräte, die nicht gerade unerheblich waren, aufgebraucht waren. Also morgen vorm Frühstück erstmal einkaufen 😀
30.01 2017

Nach einem gemütlichen Frühstück unter den Pinien des Campingplatzes fuhren wir heute gegen 10 nach Christchurch, der Quake-City, wo wir gegen 11 eintrafen. Die Stadt macht ihrem Namen ganze Ehre. Nach schier endlos länger Parkplatzsuche, die durch unglaublich viele Baustellen noch erschwert wurde fuhren wir schließlich in das Parkhaus der Art Galerie. Dieses stütze mit gewaltigen Stoßdämpfern das Gebäude über uns, um dieses Erdbebensicher zu machen. Selbst an den Rohren, die nach oben verliefen waren Gummisegmente angebracht, damit diese nicht bersten, sollte es zu einem Beben kommen. Und davon gibt es hier ganz offensichtlich viele, aber dazu später mehr. 
Unser erster Weg ging an der Galerie vorbei zur ISite, um dort nach den Highlights der Stadt, und im Speziellen nach Gratisparkplätzen zu fragen (Parkhaus = 1$/h). Die Touristeninfo war in einem wunderschönen alten Haus aus dem 17. Jahrhundert untergebracht. Die Frau die uns informierte war total nett und aufgedreht, und schickte uns zum Botanischen Garten, nur wenige Meter vom Stadtzentrum entfernt, wo man für 3 Stunden umsonst parken kann. Einmal dort schauten wir uns diesen natürlich auch erstmal ausgiebig an. Ein sehr weitläufiges Areal mit vielen unterschiedlichen Pflanzen, der Pollard Park in Blenheim hat mir allerdings persönlich besser gefallen. Dafür gab es hier Sportgeräte, an denen wir uns beide erstmal gütlich taten und unseren Körper stählten 😜

Dann beschlossen wir ins Stadtzentrum zu gehen, allerdings kamen wir nicht sonderlich weit. Gleich hinter einem Reklameschild für ein Museum, dass aus einem Flugzeugcockpit gefertigt war, trafen wir auf das selbige und gingen hinein. Der Eintritt war sogar umsonst, wenn auch um Spenden gebeten wurden. Und dieses besagte Museum war gigantisch. Es begann mit einer Ausstellung über das Leben der früheren Maori hier, wie sie den Moa (einen straußenähnlichen Vogel) jagten und damit zum aussterben brachten, wie sie Werkzeuge und Waffen fertigten und so weiter. Danach führte ein Raum durch das Leben der ersten Kolonisten der Insel, wie die Europäer hier lebten, Walfangstationen errichteten etc. (besonders interessant weil ich gerade Moby Dick lese). Es folgten Ausstellungen zu jedem erdenklichen Thema, von Geologie, Ägyptologie (mit echter Mumie), Ornithologie (hier haben wir unseren ersten Kiwi gesehen), Mode und Kunst, japanische Samurai, Antarktisexpeditionen von Hillary, Dinosaurierskeletten bis hin zu Luftfahrtgeschichte über die tasmanische See und von Air New Zealand. Hier konnten wir auch in einem Virtuellreality Flug das Fliegen der Zukunft erfahren (zumindest, wie sich das Air NZ so vorstellt) und für beide war klar, eine VR Brille müssen wir uns auch anschaffen!

Für diese Fülle an Ausstellungsstücken verbrieten wir dann allerdings die kompletten drei Stunden Parkzeit, was sich aber total gelohnt hat. Da es erst 3pm war suchten wir uns einen Parkplatz im Wohngebiet und liegen ins Zentrum. 

Hier fiel uns besonders an der alten Kathedrale auf, wie heftig das Erdbeben von 2010/11 gewesen sein muss: der Kirchturm war völlig in sich zusammengestürzt, das Schiff halb geöffnet, sodass man über den Bauzaun ins Innere gucken konnte. Im Dachstuhl hatten es sich Vögel bequem gemacht. Auch überall sonst wären Baustellen allgegenwärtig, ob das nun an den Erdbeben liegt konnten wir allerdings beide nicht mit Sicherheit sagen. Auf jeden Fall war es seltsam, durch eine Stadt zu gehen, die gerade erst gebaut zu werden scheint, obwohl es hier herrliche alte Gebäude wie das Collage gibt, das aussieht wie Hogwarts. Nach einiger Schlenderei kamen wir dann auf einen sehr interessanten Markt, in dem die Läden nicht in normalen Häusern, sondern in kunstvoll arrangierten Schiffscontainern untergebracht waren. Sogar unsere Bank hatte hier eine Filiale. Überall wurde Essen angeboten, Gyros, „Fritz Wieners“, asiatische Küche, und Minidonuts. Zum Glück hatten wir nach dem Museum Käsetoast gegessen, sonst hätten wir hier ein kleines Vermögen liegen lassen können…

Dann ging es auch schon zurück zum Auto, und wir nahmen die einstündige Fahrt zum Gratiscampingplatz in Angriff. Zum Abendessen gab es Reis mit Ratatouille, sehr lecker! Dann würde gelesen, danach geschlafen 

6 Gedanken zu „Christchurch“

  1. Also hier in Dubai muss man angenehmerweise lange nach Fressbuden in Malls suchen. Es gibt fast keine. Sehr angenehm! Das Mehrchristchurchgehtnicht Bild gefällt mir sehr gut. Auch viele ander Bilder sind toll. Der Text ist ja sowieso -wie immer- lebendigst. Nur dieses dauernde Nudelnessen mit Tomatensauce ist nichts für die Kondition. Toastfrühstücke machen das nicht besser. Vielleicht solltet Ihr hier einen Spendenaufruf für besseres Essen machen? Per Paypal vielleicht?

    1. Also heute (04.02) wird’s Nudeln mit Pesto geben 😜
      Ne wir kommen mit dem Essen eigentlich gut klar, das einzige was wirklich nervt ist das Toast (man wird einfach nicht wirklich satt davon), der Rest ist aber gut 🙈

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