Takaka

15.01 2017

Heute hatten wir einen Stellplatz direkt am Meer bekommen, was wunderschön war. Geweckt wurden wir von denn Geschrei der „Hähne von Neuseeland“, wie Eva treffend die Möwen hier nennt, die einen infernalen Lärm gleich nach Sonnenaufgang veranstalteten. Dafür konnten wir dann die Sonne über dem Meer aufgehen sehen, was uns wieder halbwegs mit ihnen versöhnte. Das Frühstück nahmen wir an einem Picknicktisch neben unseren Autos ein, hinter uns das Meer. Gegen halb 12 fuhren wir Richtung Takaka, besichtigten aber vorher noch Quellen, die die klarsten ihrer Art in ganz Ozeanien sind. Zu diesen führte ein kleiner Wanderweg durch einen herrlichen kühlen Wald, an dessen Rand Farne und kleine Büsche wuchsen. Schließlich kamen wir an einer Platzform über den Quellen an, die den Maori so heilig ist, dass man nicht in ihnen schwimmen, geschweige denn das Wasser überhaupt berühren darf. Und diesem Gebot folge zu leisten fällt einem hier echt schwer, so wunderschön ist das klare Wasser und der Wald darum. Man würde dem Ort aber durch Badegäste definitiv die Magie nehmen.

Anschließend fuhren wir dann in die Hippiegemeinde Takaka zurück, wo wir das Swimminghole besichtigten, dass uns der Glaser vor ein paar Tagen empfohlen hatte. Schwimmen waren wir allerdings nicht, wir lagen am Ufer des Flusses und lasen stundenlang, und entspannten, nur unterbrochen von einem Toast-Mittagessen. Man sieht, wir trainieren fleißig für den Able Tasman…

Gegen 6pm fuhren wir zum Freedomcampingplatz, nachdem Eva und ich noch frische Sahne und Milch für das Abendessen gekauft hatten. Der Preis schien uns heute recht angemessen. Mit den Zutaten zauberten wir dann Spagetti in Pilz-Sahne Soße. Die war so gut dass wir gleich noch eine Portion nach kochten. Nach dem abspülen bei herrlichem Sonnenuntergang ging es auch schon wieder ins Bett.

Collinwood

14.01. 2017
Heute gab es leckere Vollkorn-Nutella-Pfannkuchen zum Frühstück. Nach diesem konnten wir in den Genuss von unbegrenztem warmen Duschen kommen, was uns so gut gefiel, dass wir nach längerem Suchen des Platzbesitzers gleich noch eine Nacht buchten. Weil gestern Abend neben uns jemand einen Gemüseauflauf buk, und wir darauf so Lust bekamen und zudem die Vorräte eh langsam zu neige gehen, fuhren wir die 20 Meter zum nächsten kleinen Laden und kauften alles, was wir für einen Auflauf brauchten. Mit einem Beifahrerswap fuhren wir anschließend die „Golden Bay“ entlang zum „Cape Farewell“, dem nördlichsten Punkt der Südinsel. Dieses Kap ist eine Steilküste von circa 30 Metern hohen Sandsteinschichten, die Wind und Wasser schon ziemlich glatt geschliffen haben. Ganz vorne, an der Spitze der Klippe, hat sich sogar ein ziemlich hoher Torbogen gebildet, an den das Meer peitscht.

Das beste war allerdings die kleine Seehundkolonie, die es sich am Ende der kleinen Bucht auf den Felsen und in einem kleinen Überhang gemütlich gemacht hatte. Wir konnten beobachten, wie einige im Meer jagten, während die anderen in der Sonne lagen, die sich heute allerdings gut versteckte. Ein wirklich tolles Erlebnis, die Tiere in freier Wildbahn und so unerwartet anzutreffen.

Seelöwen

Ein paar hundert Meter weiter wies ein Schild zum Wharariki Beach, und da heute eigentlich ein Strandtag geplant war, sind wir diesem gefolgt. Der kleine Wanderweg führte uns über Schafweiden, dann durch ein kleines Wäldchen und schon standen wir auf einer Sanddüne und konnten den tollen Strand von oben betrachten. Aus dem Meer ragte ein großer Felsen, dahinter begann dann der Strand, der in Dünen immer Höher wurde, am Horizont konnte man die Berge bis and Meer aufragen sehen. Mit den Wolken und dem etwas schummrigen Licht, der schwachen Sonne gelangen uns großartige Fotos, auf die man gespannt sein darf (sind allerdings alle auf Julias Kamera, werden bei Gelegenheit auch hier zu sehen sein).

Nach dem Strand machten wir es uns nach in einem kleinen Outdoor-Café gemütlich, wo wir einen köstlichen Schokomilchshake und noch bessere Muffins holten. Witzig war auch der Pfau, der unter den Tischen entlang spazierte und etwas von dem tollen Gebäck abhaben wollte. Das war aber einfach zu lecker, um es zu teilen.

Im Café

Diesmal fuhren Chris und Eva in Hugo, und Julia und ich in der Queen, und mit laut aufgedrehter „Fluch der Karibik“ Musik ging es zurück zum Campingplatz. Die Mädels hatten sich nämlich die Tage einen Adapter für ihren Kassettenspieler gekauft, mit dem sie ihr Handy an die Autoanlage anschließen können – was ein Luxus!

Angekommen mussten wir uns erstmal von den ganzen Strapazen des Tages erholen, Julia und ich plauderten mit ein paar Mädchen im Community Room (bei dem wir auch grad eine Telefonnummer von einer Apfelplantage ergatterten), Chris las Eragon weiter, und Eva schlief.

Nachdem ich dann aber auch noch ein kurzes Mittagsschläfchen gehalten habe ging es in die Gemeinschaftsküche, und der Auflauf wurde zubereitbet. Dazu gab es Kartoffeln vom Grill.


13.01 2017
Auf dem Campingplatz am Fluss, auf dem wir gerade sind, treffen übrigens extrem viele Hippies, was sich morgens schon bemerkbar machte – es duftete nach frisch gemähtem Gras 😜. Nach dem Frühstück gab es ein kleines Bad im Fluss, danach fuhren wir in die Stadt und schauten in die kleinen Läden rein. Die haben sich deutlich auf die Kommune hier eingerichtet, weite bunte Klamotten mit coolen Mustern drauf, Bioläden und co. Leckere Frühlingsrollen gibt’s hier auch. Uns hat’s hier super gefallen. In der Stadt haben die Mädchen auch noch einen Glaser entdeckt, bei dem die verbleibenden 2 Steinschläge in der Queen gefixt wurden. Derweil sind wir mit den Mädels hinten im Kofferraum zurück zum Hippieplatz gefahren und haben es uns am Fluss in der Sonne gemütlich gemacht um zu lesen.

Zwei Stunden später war die Reparatur abgeschlossen und wir fuhren nach Collingwood auf einen echt schnieken Campingplatz direkt am Meer. Am späteren Abend nach langem chilln widmete sich jeder seinem Sportprogramm: Eva und Chris Krafttraining, Julia ging am Strand joggen, ich angelte kurz und ging danach Nachrichten schaun, hier gibt’s nämlich einen Fernseher. Man muss ja auch hier mal auf den neuesten Stand gebracht werden. Leider kam dabei dann das eigentliche Sportprogramm zu kurz, aber man kann sich ja nicht um alles kümmern…

Zum Abendessen gab es dann Omelette, was aber leider nicht gereicht hat, deshalb musste wohl oder übel noch eine Packung Toast geöffnet und die letzten Scheiben Käse geopfert werden, um das „Brot“ zu überbacken. Köstlich, und wenn man mal ausnahmsweise einen Backofen hat, sollte man darauf auch nicht verzichten! Nach den ersten 1 1/2 Stunden Herr der Ringe 3 ging es für uns dann aber alle ins Bett.

Bereit für ein kaltes Bad

Bad im Fluss

Kina

12.01.2017

Nach kurzer Fahrt sind wir heute auf dem McKeen Memorial Reserve nahe Kina gelandet.

Am Horizont liegt Nelson
Schön hier

Dort angekommen haben wir uns mit Sebastian und Jasmin bekannt gemacht, die am Strand angelten. Deshalb haben wir uns nach dem Abendessen, Nudeln mit Tomatensoße und Käse, unsere Angel geschnappt und zum Strand gegangen, der nur 20 Meter hinter unsere Platz hinter ein paar Büschen lag, und unser Glück versucht. Und diesmal hat’s geklappt! Wir haben einen Hai aus dem Meer gezogen, was beweist, dass unsere Angel doch funktioniert, und nicht, wie vermutet, kaputt ist. Gegen 1 waren dann alle von uns im Bett.

Fast ein Monster:D
Angeln um 11 Uhr Abends

Heute morgen ging es nach einem ziemlich frühen Frühstück noch pünktlich vor den ersten Regentropfen weiter nach Motueka, wo wir zuerst in die ISite gingen, und danach eine Shared Box bei McDonalds bestellten, 4 Getränke 4 mal Pommes und 4 Bürger, dazu Chicken Nuggets. Für Eva wieder ohne Fleisch. Jetzt sitzen wir hier rum, surfen und warten auf besseres Wetter.

Gesundes Mittagessen

Kleines Update:

Vom McDoof ging’s dann über schöne kurvige Straßen, die wieder sehr an zu Hause erinnerten, über zwei Lookouts nach Tekaka, wo wir unsere erste Nacht auf einem nicht genehmigten Campingplatz verbringen wollten. Das heißt, dass es sich nur um eine Wiese ohne jegliche Sanitären Einrichtung handelt, die aber wunderschön direkt an einem Fluss mit Kiesstrand. Naja, sagen wir eher hier liegen Wackersteine rum, super sieht’s aber trotzdem aus, weshalb wir die Queen und Hugo auch gleich am Fluss geparkt haben. Es ist wirklich herrlich hier, nur die Toiletten sind ein Manko, aber Mann weis sich ja zu behelfen. Zum Abendessen gab es mit Tomatensoße und Käse gefüllte Tortillas, seeehr köstlich. Danach wollten wir eigentlich Herr der Ringe weiter schauen, wir schliefen allerdings noch bevor der Laptop hochgefahren war ein.

Nelson

11.01.2017

Kurz nachdem ich heute wach wurde stand plötzlich ein Typ vor unserem Auto und malte direkt vor mir etwas auf die Reifen, was einen fürs erste einmal etwas beunruhigt, wenn man gerade erst die Augen geöffnet hat. Marcus hatte aber auch das beiläufig bei unserem ersten Treffen hier erwähnt, denn dieser Typ war von der Security und soll dafür sorgen, das Autos, die zulange parken, abgeschleppt werden. Er schreibt also die Uhrzeit, zu der er das Auto sieht (in unserem Fall 8:19), mit Kreide auf den Reifen, und ist man dann nicht innerhalb kürzester Zeit verschwunden, wird man abgeschleppt. Also schnell zusammengepackt, Mädchen informiert und los geht die „Flucht“. Weit kamen wir allerdings nicht, 30 Meter weiter hielten wir vor der ISite wieder an, wo sich die nächste öffentliche Toilette befindet, die hier übrigens meist in einem Topzustand sind, nicht so wie die Seuchendinger zu Hause… (allerdings nur meist, natürlich gibt’s sowas hier auch).

Danach mussten Eva und Ich einfach zu BurgerKing, denn dort gibt es heiße Schokolade für gerade mal 1,50$, und nach 4 Wochen ohne war es mal wieder dringend Zeit dafür. Es gab sogar kleine Marshmallows drin, Zuckerschock pur!

Zum Frühstück fuhren wir dann wieder zum Centre of New Zealand, wo wir im Park davor frühstückten und kurze oder lange Videoanrufe nach Hause tätigten, je nach Datenvolumen.

Danach wurde ein bisschen Sport getrieben, Eva und Chris haben Krafttraining gemacht, während Julia und Ich joggen waren. Das Highlight heute war allerdings das anschließende schwimmen im Hallenbad von Nelson und die richtig heißen duschen, einfach herrlich! Man glaubt gar nicht, wie gut so ein Bad tut, müde und hungrig macht es allerdings auch. Deshalb gab es nach dem Badespass belegte Brote und Tütentomatensuppe – allerdings zu dünn, weshalb alle außer Chris dankend verzichteten. Der versuchte die Suppe mit Ketchup irgendwie zu retten, was auch halbwegs geklappt hat, dennoch überließen wie Christoph gerne die „Speise“ Gut gestärkt ging es dann für uns Jungs zu Countdown Brot kaufen, und für die Mädels zu Warehouse. Anschließend traf man sich in der Library, wo wir zur Stunde (5:18pm) noch sitzen. Demnächst geht’s aber weiter Richtung Westen.


10.01.2017

Heute ging es für mich früh raus, ich wollte die Angel noch einmal testen. Nach 4 Stunden Salat angeln und den inzwischen eingenommenen Frühstück gaben wir es dann fürs erste auf und fuhren in die Stadt. Beziehungsweise mal wieder in die Library, wo wir insgesamt 6! Stunden verbrachten. Diese Zeit haben wir aber auch ordentlich genutzt, uns über Rückflugziele und Visabestimmungen informiert, und ein paar alte Kontakte nach Mumbai wieder aufgefrischt. Schlussendlich haben wir jetzt Flug und Unterkunft in Bangkok und Mumbai für je eine Woche gebucht. Und für Indien haben wir das Visumsformular ausgefüllt, das Bild dafür haben wir professionell mit dem Handy vor nem Bücherregal aufgenommen.

Recherche und Buchung
Bücher gibt’s hier auch
Von vorne
Improvisiertes Passbild

Wir  freuen uns schon total auf die folgenden Abenteuer in den Millionenstädten, die beide mehr Einwohner haben als ganz Neuseeland. Um den Tag nicht ganz in einem Gebäude verstreichen zu lassen fuhren wir nach unseren Buchungen zum Centre of New Zealand, der praktischerweise hier in Nelson auf einem Berg liegt. Die 15 Minuten nach oben sind wir Arm in Arm im Gleichschritt hoch marschiert, was definitiv seltsame Blicke auf uns warf und ein Heidenspaß für uns war. Nach ein paar Fotos hinunter auf die Stadt und über die Bucht liefen wir dann wieder nach unten, diesmal allerdings jeder für sich alleine.

Zum Abendessen gingen wir dann auf den Parkplatz, auf den wir eigentlich schon am Samstag wollten, und von dem Marcus uns wegen des Marktes zum Hafen geführt hatte. Dieser war allerdings nun vorbei, weshalb wir es uns hier gemütlich gemacht haben. Zum Abendessen gab es Reis mit Butterchicken-Soße und Auberginen, die wir uns schmecken ließen. Chris gönnte sich danach aber noch einen Hamburger, was ihm neidvolle Blicke einbrachte. Er hat aber, freundlich wie er ist, jedem der wollte einen Bissen abgegeben 😀

Vor dem Einschlafen haben wir Herr der Ringe angesehen, dann ging es auch schon wieder in die Federn.

(By the Way, wir kommen am 31.05.17 wieder in Frankfurt an)


09.01 2017

Heute wollten wir nach dem Frühstück in die Stadt fahren, aber weil unsere Batterie wieder leer war mussten wir erst einmal wieder Starthilfe von einem Kiwi in Anspruch nehmen. Nachdem Hugo wieder im Saft stand sind wir Jungs zu Warehouse gefahren und haben uns umgehend ein Starterkabel besorgt, nur für den Fall…

Derweil sind die Mädchen in die Stadt gefahren, wo wir vorgestern Paletten gesehen haben, die man gratis mitnehmen durfte. Damit wollten sie die Lücken zwischen ihrem Bettgestell verkleinern, die leider ziemlich groß sind. Zeitgleich sind Chris und ich in einem Angelladen gegangen, und haben uns ein bisschen Ausrüstung angeschaut – da wir direkt am Meer parken sind hier auch viele Angler, und wir bekamen Lust drauf es selbst einmal zu probieren. Nach ausgiebiger Suche und Beratung fanden wir dann eine schöne lange Teleskopangel und nahmen diese auch gleich mit.​​

Große Auswahl

Während die Mädchen noch an ihrem Bett bastelten waren wir wieder am Meer, und haben ein bisschen entspannt, allerdings noch nicht geangelt. Zum Mittagessen traf sich unsere zur Zeit fünfköpfige Truppe im PizzaHut, wo wir noch eine weitere Deutsche trafen, mit der wir uns noch nett unterhalten haben, und die Markus dann auch noch auf „seinen“ Parkplatz einlud (sie kam allerdings nicht). Groß war die Freude über die anschließende Dusche, die allen sehr gut tat. Pünktlich zum Deluxe-Abendessen (Instantnudeln, Angeln war erfolglos) begann es zu regnen, und so genossen wir die asiatische Köstlichkeit unter den Heckklappen der drei aneinander geparkten Autos.Ein paar Flaschen Apple Cider später ging es wieder in die im Fall der Mädchen frisch gebauten Bettchen.​

Erfolgreich vegetarisch geangelt

Unsere Aussicht

Abend in der Bucht

PS: Apple Cider ist eine Art Apfelbier oder Apfelwein, so genau kann man das nicht sagen, der im Grunde wie vergorener Most schmeckt, nur doch ein bisschen besser. Um Alkohol in Neuseeland zu kaufen muss sich übrigens jeder der gesamten Gruppe mit dem Passport ausweisen, was echt ziemlich nervig ist, weil der immer von irgendwem, meist uns Jungs, vergessen wird.


8.7.17
Unser heutiger Tag war recht unspektakulär. Wir sind immer noch in Nelson, wo es uns wirklich gut gefällt. Die Stadt liegt am Meer an einer großen Bucht, vor der eine Landzunge gegen das Meer aufgeschüttet wurde. Direkt hinter dem Strand neigen sich grüne Hügel sanft nach oben, einfach herrlich.

Unser Parkplatz <3
Frühstück im Bett

Zumindest ging es heute nach dem Frühstück am Meer zur ISite in die Stadt, wo wir unsere Tour durch den Abel Tasman buchen wollten. Das war zwar nicht ganz einfach, da die Touren zur Zeit proppenvoll sind, und deshalb auch die Campingplätze. Schließlich und endlich buchten wir eine dreitägige Tour am Strand und das dazugehörige Wassertaxi, dass uns zum Startpunkt bringen wird. Die gesamte Strecke beläuft sich auf 24 Kilometer.

Postkarten werden auch für einen geschrieben, was ein Service
Große Auswahl

Dann ging es in den Tourishop, wo sich Julia als letzte aus der Gruppe eine Cap kaufte, was bislang wegen ihres Piercings nicht möglich war. Dann ging es nochmal zur Library, das Internet dort war heute allerdings durch zu viele User einfach zu langsam für alles. Deshalb haben wir gelesen, wofür die Library ja eigentlich da ist.Dann ging’s auf Grund von höherer Gemütlichkeit für die Jungs zurück auf den Parkplatz am Meer, wo es ein kleines Mittagsschläfchen hab, während die Mädchen noch die Stadt besichtigten. Zum Abendessen gab es dann köstliches Pesto mit dem wir uns ordentlich die Bäuche voll geschlagen haben. Später saßen wir dann mit Markus zusammen und haben Chips und Schokolade gegessen und noch nett geplaudert. Alles in allem ein rundum gelungener schöner Tag.


7.1 17
Heute gabs leckeren Haferbrei zum Frühstück, der mit Nutella noch besser schmeckt. Nachdem dann die Zelte abgebaut waren, die allerdings heute wegen Wind und Kälte doch nicht in Benutzung waren, ging es nach Nelson in die Bibliothek. Dort verweilten wir mindestens vier Stunden, um nach weiteren Wanderungen, Arbeit und dem Rückflug zu recherchieren. Falls Fragen kommen, zu Ergebnissen sind wir noch nicht gekommen.

Dann ging es zu Pizza Hut, wo wir erstmal berechneten, wie häufig hier Pizza gegessen wird: im Schnitt alle 3 Tage. Es war schön ziemlich spät, trotzdem schlenderten wir noch ein bisschen durch die Stadt und sind dann noch an den Strand gefahren, der wunderschön war (wir haben auch noch einen kleinen Abstecher auf den Kinderspielplatz gemacht – mit ist immer noch schlecht vom Karussel). Nach ausgiebigem Chill-Out am Strand führen wir dann auf einen Parkplatz in der Stadt, der als freier Campingplatz gekennzeichnet war.

Spielkinder mit Drehwurm
der Weg zum Strand, den selbst hab ich natürlich vergessen zu fotografieren

Kaum geparkt kam ein Typ Ende 20 auf uns zu und sprach uns auf deutsch mit leichtem bayrischen Akzent an. Er sagte uns, dass am Wochenende auf dem Platz Markt sei, und man hier um 4 Uhr morgens dann verscheucht würde. Schnell entwickelte sich ein sehr nettes interessantes Gespräch mit Marcus, was spät in die Nacht reichte. Er lud uns ein mit auf „seinen“ Parkplatz zu fahren, der an einem Anglerspot direkt am Meer liegt, und wahnsinnig schön ist.

gemütliche Runde bei Sonnenuntergang

(Sorry dass der Blog jetzt so kurz ausfiel, die Motivation war heute leider das erste Mal nicht so groß)es

 

Picton

06.01 2017

Nach ungefähr vier Stunden schaukelndem Schlaf wurden wir dann alle ziemlich zeitgleich wach, und gerade rechtzeitig, um die Einfahrt in die Bucht von Picton zu erleben. Julia und ich beschlossen, uns das Spektakel trotz der allmorgendlichen Kälte von draußen zu betrachten, was sich definitiv gelohnt hat.

Mehr Fotos gibt’s sicher demnächst auf dem Blog der Mädels. Kaum gelandet sind wir direkt zur Tankstelle gefahren, denn hier kostete der Sprit „nur“ 1,93$ was für die Südinsel wohl ziemlich günstig ist (auf den Campingplätzen wurden wir auf Preise von nicht unter 2$/Liter hingewiesen). Dann sind wir in die Stadt gefahren, die allerdings überraschend klein für einen doch wichtigen Hafen ist. Wir haben uns dann am den Straßenrand gestellt, und erstmal im Auto gefrühstückt. Mit einem Scheibchen Baguett in der Hand konnten wir dann die aufgehende Sonne über der Bucht betrachten, was wirklich wunderschön war.

Dann ging es auf eine kleine Erkundungstour durch die Stadt, bei der wir auf einen kleinen Handwerksmarkt stießen, über den wir gemütlich rüber schlenderten und ein bisschen mit den Händlern plauderten. Nach einem kurzen Lebensmitteleinkauf wollten wir dann auch schon ziemlich zügig weiter fahren, solange wir noch halbwegs „ausgeschlafen“ waren. Über die Hügel der Bucht ging es dann auf schmalen kurvigen Straßen Richtung Nelson.

Auf dem Weg kamen wir an extrem vielen Lookouts vorbei, die wir natürlich auch alle angeschaut haben, und von dem einer schöner als der andere war. Julia ist immer rausgehüpft und hat Fotos geschossen, bin gespannt auf die Ergebnisse. Bei einem Lookout musste man ein bisschen hinwandern, was sich aber definitiv gelohnt hat:


Dann kamen wir an einem See vorbei, dort musste natürlich auch gehalten werden 😉

Irgendwann nach langer Fahrt sind wir dann ziemlich müde in Nelson auf dem Campingplatz angekommen, wo Eva und ich schnell die Zelte Aufbauten und erstmal ein Mittagsschläfchen hielten, währen Chris und Julia lasen. Wir gingen also den ganzen Tag nur rum, Chris und ich waren noch kurz im Fluss, der ein paar Meter neben uns sanft dahin floss, sonst ließen wir den Tag aber gemütlich verstreichen. Nach einem intensiven Training von Eva und Chris, das wir anderen beiden gewissenhaft coachten gab es ein leckere Omlett auf Toast zu Abend. Nur macht dieses Toast andauernd überhaupt nicht satt, selbst von nem Pappteller hätte man wahrscheinlich mehr.

Nach einer kleinen Geburtstagsfete von Leuten auf dem Campingplatz, der wir aber wegen Übermüdung nicht lange beiwohnten, ging es dann schnell ins Bett.

Wellington

 

05.01 2017

Heute haben wir alle herrlich geschlafen, obwohl wir uns gestern so die Bäuche mit Spätzle voll gestopft haben. Das hielt uns aber keineswegs von einem ausgiebigen Frühstück, wieder mit den Kleinen, ab. Dann hieß es leider schon Abschied nehmen, also Zimmer aufräumen und pünktlich um 11 ging es, mit Abschiedsküsschen und gewinke überhäuft, Richtung City Centre.

Dort haben wir Jungs erstmal bei der Creswick Garage unseren Hugo abgeliefert, um das Bremslicht und die etwas klemmende Bremse reparieren lassen. Dabei wollte ich auch gleich noch die nicht funktionierende Schiebetür reparieren lassen, wogegen sich Chris erst aussprach, weil ein paar Teile dafür fehlten, und es ziemlich Zeit gekostet hätte, eventuell so viel, dass die Arbeit heute nicht fertig werden könnte . Schlussendlichen einigten wir uns aber auf die Reparatur, weil eh schon so viel Arbeitszeit für die Fehlersuche bezahlt werden musste. Solange hatten wir allerdings dann natürlich kein Auto, weshalb wir alle im Zweisitzer der Mädchen fahren mussten. In der Hauptstadt versteckt man sich deshalb lieber unter den Schlafsäcken vor neugierigen Blicken…

Zuerst ging es für Julia und Chris zum langersehnten Friseur, während Eva und ich uns das Parlament anschauten. Leider hatten wir natürlich keine Tour gebucht, weshalb wir nicht in den Plenarsaal kamen, aber im Foyer lief ein interessanter Film über Wahlrecht, Politisches System und die Gesetzgebung in Neuseeland, was sehr interessant war. Das Parlament sieht wohl von innen ziemlich genau so aus wie das Britische.

Dann ging es weiter zum Te Papa Museum, um das noch ein bisschen ausgiebiger zu betrachten, gestern hatten wir da ja leider nur wenig Zeit. Diesmal ging es in die Kunstabteilung, wo neuseeländische und europäische Kunst ausgestellt war. Am interessantesten waren Bilder von Maoris, einmal im europäischen Anzug, und einmal in ihren traditionellen Gewändern.

Dann erreichte uns ein Anruf der Werkstatt, dass die Bremse fertig sei, und wir jetzt nochmal speziell den Auftrag für die Tür erteilen sollten, da inzwischen Teile besorgt wurden. Weil wir wissen wollten, was genau kaputt war fuhren wir wieder im Tarnmodus hin und ließen uns das genau erklären, denn am Telefon war das ein bisschen schwer zu durchblicken. Nochmal kurz debattiert beließen wir es beim Reparieren der Tür, holten uns eine Pizza und fuhren dann das Auto der Mädels zum registrieren, denn die Registration war genau heute abgelaufen. Das ging ohne weitere Probleme im Postoffice in der Tanke. Diese war gegenüber eines Parks, in dem wir dann ein bisschen Zeit verstreichen ließen, bis um halb 6 die Werkstatt anrief, dass die Arbeit nun erledigt sei. Wir also ins Auto und wieder hin. Der Mechaniker wollte uns die erledigte Arbeit zeigen, die Tür klemmte allerdings immer noch, so dass er sie überhaupt nicht aufbekam. So musste wohl oder übel der für unser Auto zuständige Techniker aus seinem Feierabend zurück zur Werkstatt, und nochmal ran. Nach einer weiteren 3/4 Stunde, in der sich auch die Mädels ihre Pizza gönnten, hat es dann endlich zu aller Zufriedenheit funktioniert – die zusätzliche Arbeitszeit wurde uns aber zum Glück und freundlicherweise nicht zusätzlich berechnet.

Jetzt wieder vollends motorisiert galt es, die Zeit bis zur Fähre um 1:30 Uhr zu nutzen, beziehungsweise eher rum zu bekommen. Deshalb fuhren wir zum Mount Victoria Lookout, quasi der Hausberge mitten in der Stadt von Wellington, das ohnehin sehr steil gelegen in einer Art Fjord liegt. Von dem Lookout hat man eine phänomenale Sicht über die Stadt, über der gerade die Sonne unter zu gehen begann. 

Deshalb war es allerdings so kalt, dass wir zum Meer gefahren sind, und die aufgepeitschte See vom Auto aus angeguckt haben, und danach Herr der Ringe Teil 2 auf meinem Laptop. Weil wir alle noch ein kleines Hüngerchen verspürten ging es dann noch mal zum Mecces – ja, gerade leben wir sehr ungesund – und haben dort ein paar neue Burger getestet. Eigentlich hatte Eva n BigMac (ohne Fleisch) und wir alle den „the Boss“ – der mit Abstand aller beste Burger den ich jemals gegessen habe. Keine Ahnung warum, aber der war sowas von köstlich, man hätte es von McDonalds niemals erwartet. Deshalb gabs noch ein kleines Dessert hinterher (Apfeltasche und Eis).

Gut gefüllt stiegen wir in unsere Autos und fuhren zum Check-In. Wir zeigen der Frau am Eingang unsere Tickets und sie murmelt etwas unverständliches: „better… go inside… need to ask…“. Wir parken erstmal ganz gemütlich nebeneinander, dann das große Fragezeichen:„was hat die grad gesagt?“ „keine Ahnung, wir dachten ihr hättet zugehört und das verstanden“ „öh, na super, und nu?“

Eine furchtbare Ahnung beschlich uns, als wir unsere Tickets noch mal näher anschauen: 5. Januar, 1:30 Abfahrt Wellington – Picton. „Aber heute ist doch der 5. stimmt doch all…“ „Leute, heute ist der 5.! Wenn wir jetzt um 1 Uhr nachts abfahren ist der 6!….“ Entsetzen in den Augen, alle gleichzeitig „Fuck! Das gibt’s doch nicht!“

So bleib uns erstmal nichts anderes übrig als in das Büro zu gehen und mal kurz unser kleines Problemchen zu erläutern. Zum Glück war das überhaupt kein Problem, nur die günstigste Klasse war schon ausgebucht, weshalb wir zwangsläufig für 30$ upgraden mussten, was uns aber sowas von egal war, wir waren einfach nur erleichtert nicht ein komplett neues Ticket kaufen zu müssen! Mal wieder Schwein gehabt. Dann hieß es aufs Boarding warten, wo wir die Zeit nutzen und noch kurz die Augen schlossen. Hierbei wurden wir allerdings von unserem ersten deutlich spürbaren Erdbeben kurz gestört, dass einen Wert von 5,3 auf der Richterskala erreichte! Gut gefedert im Auto liegend war es allerdings eigentlich ganz lustig.

Nach dem Parken unter Deck ging es dann zu den Plätzen, da die Fähre allerdings doch nicht so voll war wie gedacht, und die Stühle zu weit auseinander um darauf zu schlafen, machten wie uns unter den Stühlen auf dem Boden bequem. Der heftige Seegang schaukelte uns für manche mehr für andere weniger angenehm in den Schlaf, begleitet von der Geräuschkulisse des schwappenden Meeres, den ängstlichen Hunden unter Deck, und den nicht ganz Seefesten Menschen in unserer Nähe. Wir als erprobte Wattenmeersegler hatten damit allerdings größtenteils keine Probleme – im Gegenteil, ich fand es herrlich. Um 6 kamen wir dann in Picton an, doch dazu morgen mehr.

Parlamentsgebäude von außen, sehr interessant: 4 verschiedene Architekturstile verwendet

 


04.01.2017

Meine Nacht war trotz eines richtigen Bettes, richtigen Toiletten und ner Dusche leider ziemlich kurz und deshalb nutze ich die Zeit bis zum Sonnenaufgang weise mit der Planung des zukünftigen Studiengangs, bzw. den Recherchen dazu. Es ist allerdings noch keine endgültige Entscheidung gefallen, das hat noch etwas Zeit.

Als die Sonne aufgegangen war beschloss ich, mich draußen in den Garten zu setzen, wurde dabei allerdings von den kleinen Mädels hier erwischt. Daisy (3) und Eve (5) rannten auf mich zu, als ich unsere Vorräte für das Frühstück aus dem Auto holte, und spielten gleich mit unseren Tellern eine Runde Frisbee. Bis die anderen alle wach und anwesend waren war ich mit meinem morgendlichen Sportprogramm quasi schon durch, und so setze sich Kindergärtner Sven erstmal wohlverdient an den Frühstückstisch.

Klammeräffchen

Frühstück in der Sonne

Die beiden Kleinen ließen es sich aber nicht nehmen, mit uns bei schönstem Sonnenschein auf der Terrasse zu frühstücken. Es war herrlich amüsant, und die beiden sind einfach nur zum knuddeln. Groß war der Trennungsschmerz, als sie dann ins Kino und wir in die Stadt fuhren. Das haben wir allerdings erst nach einer fast dreistündigen intensiven Reinigung unserer beider Gefährte in Angriff nehmen können. Dort besuchten wir das Cable Car Museum, was sehr interessant war und von dem man, da an der obersten der Stationen des alternativen öffentlichen Verkehrsmittels gelegen, eine wunderschöne Sicht über Wellington hat, die von der Lage ein bisschen an Rio erinnert.

Cable Car und Stadt
Der alte Maschinenraum
Die alten Wagen (Anno 1905)
Parkimpressionen

Unser Plan war also bei schönstem Wetter zur Talstation zu laufen, vorher noch zum Parlament zu gehen und dann mit dem Cable Car wieder nach oben zu fahren. Sagen wir’s mal so, den Weg nach unten durch einen tollen Park haben wir bei schönstem Wetter machen können, das schlug allerdings plötzlich so rasch um, dass wir von einer Sekunde im Regenschauer liefen, dass es uns das Wasser nur so ins Gesicht peitschte. Wir rannten also los, ohne wirklich zu wissen wohin, bis wir plötzlich vorm Ministery of Education zu stehen kamen, und dort Unterschlupf suchen. Und nein Papa, keine Ahnung wo das Gesundheitsministerium ist – leider.

Schutz im Bildungsministerium
Klatschnass ins Cable Car

Weil das Wetter allerdings nicht besser wurde, und sich unsere Parkzeit mal wieder dem Ende neigte, beschlossen Julia, Eva und Ich barfuß durch den Regen zur Station zu rennen. Mit FlipFlop geschweige denn Hörgeräten rennt es sich nämlich nicht all zu gut. Pitschnass ging es dann durch ein Hotel zur Station, und dann mit dem Car nach oben. Die erhoffte phänomenale Aussicht stellte sich allerdings dank schwerer tiefhängender Gewitterwolken über der Stadt nicht ein. Genossen haben wir es trotzdem. Ein paar Minütchen später holten wir dann Chris aus dem Ministerium ab und wir fuhren zum Nationalmuseum Te Papa, wo es eigentlich Ausstellungen zu allem gibt. Auch dort war uns durch die Öffnungszeiten leider nur ein kurzer Besuch vergönnt. Uns trieb unser Hunger eh nach Hause, denn geplant waren für heute Käsespätzle. Gekocht haben allerdings eher Chris und Julia, denn Eva und ich waren mit den beiden kleinen Mädels beschäftigt, die uns Klämmerchen in die Haare steckten und mit uns zu ihren Lieblingssongs tanzten. Wir hatten zumindest alle einen Riesenspass.

Maori


Glücklich und geschafft beim Abendessen. Man betrachte die formschönen Spätzle

Da war uns auch egal dass die Spätzle nicht ganz die Form hatten, die sie eigentlich haben sollten. Lecker war es auf jeden Fall. Jetzt sitzen wir alle in unserm Zimmer und gucken ein bisschen neuseeländisches Fernsehen und schreiben nebenbei die ein oder andere Zeile.


03.01.2017

Als wir heute aufstanden beschlossen wir ziemlich zügig weiter zu fahren, weil es aus allen Schleusen goss und der schlammige Untergrund unter uns komisch roch.

Bei strömendem Regen trugen uns unsere Gefährte mit höchstzulässiger Geschwindigkeit (100 km/h -_-) nach Wellington, wo wir dann um halb 11 auch ankamen. Allerdings etwas zu früh für unsere AirBnB Hostess, Check-In war nämlich eigentlich für 2pm vorgesehen, was wir aber fleißig überlesen hatten. Weil es immer noch regnete, und die Reinigung des Zimmers für nur noch eine halbe Stunde veranschlagt war legten wir uns einfach in unsere Autos zurück, die mittlerweile allerdings pottendreckig waren, kein Wunder. Deshalb beschlossen wir auch gleich noch nach einem Staubsauger für die Autos zu fragen, was uns für morgen auch zugesichert wurde – zum Glück. Weil wir noch nicht wirklich satt vom Frühstück waren, allerdings satt des Wartens auf besseres Wetter fuhren Chris und Ich zu PizzaHut, das ist einfach das günstigste und (er)füllendste, was man hier unten bekommt.

Heiße Versuchung

Nachdem die Pizza dann verköstigt und sich das Wetter gegen 3pm endlich positiv stabilisiert hatte beschlossen wir, in die Hauptstadt von Neuseeland aufzubrechen. Vorher ging es aber noch in das nahe Kino, um uns Tickets für den heutigen Abend zu besorgen. Das Kino war total schnuckelig, dazu aber später mehr.

Wellingtons Hafen ist echt sehr sehenswert, viele kleine Anleger, zudem ist alles parkähnlich mit kleinen Brücken und Stegen verbunden. Am besten hat uns aber die Schaukel am Meer gefreut, was alle anderen aber wohl mehr verwirrt hat, besonders den Knirps der neben uns schaukelte. Dem gefiel das nämlich gar nicht, dass wir höher kamen als er.

Wenn man nicht Autofahren müsste

Autos ganz alleine

Nach ein bisschen Lauferei in der wieder fast menschenleeren Stadt und einem kleinen Snack im BurgerKing, man sieht, heute saß das Geld ziiiemlich locker, ging es dann zum Kino, um „Fantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ zu genießen. Das Kino ist auch ein Café, weshalb es herrlich nach viel zu teuren Kuchen und Kaffe riecht, alles in einem hübschen 20er Jahre Stil gehalten.

Und dann ging der Film los und fesselte uns für die nächsten Minuten in unsere Sitze. Er war auf jeden Fall jeden Cent des Tickets wert, das auch nicht ganz günstig war. Völlig beseelt ging es dann zurück „nach Hause“, obwohl man sich hier wirklich total zu Hause fühlt, weil die Hosts so lieb und freundlich sind. Nach ausgiebiger sozialer Interaktion ging es dann auch für alle in die Heia.

Wanganui

02.01 2016

Heute wollten wir uns Wanganui anschauen, aber zuerst mussten wir mal zur Public Library, denn dort gibt es immer freies WLAN, das bei uns Internetjunkies leider ziemlich wichtig ist. Zumal Eva und ich auch endlich das Softwareupdate für die IPhones brauchten. Leider konnten wir in die eigentliche Bibliothek nicht rein, weil ja noch Feiertage sind. Deshalb saßen wir 1 ½ Stunden im Auto und haben ausgiebig gesurft. Weil das Wetter allerdings nicht so Bombe war, fiel die Stadterkundung auch dank gewisser Lustlosigkeit relativ kurz aus. Die Stadt war aber wirklich schön, viele alte Gebäude und Blumenschmuck an den ebenfalls alten Laternen. Mir hat’s sehr gut gefallen, aber das Wetter und die geschlossenen Läden haben uns schnell zum weiterfahren bewogen.

Eine Touri-Tram fährt hier auch
So sehen hier Bars aus
Das Ziel dieser Weiterfahrt war allerdings nicht so leicht zu finden, denn entweder konnten wir direkt nach Wellington fahren, und müssten dann, da wir eine Nacht zu früh da wären, noch auf einen Campingplatz außerhalb von Wellington fahren, oder aber eine Stunde von Wellington entfernt auf einen Gratisplatz. Eva war für Wellington, Chris für den Gratisplatz und Julia und ich taten uns schwer mit der Entscheidungsfindung. Weil wir uns nicht einigen konnten entschied schlussendlich das Los dass es direkt nach Wellington geht. Also in die Autos und los.

Plötzlich erreichte uns aber die Nachricht aus dem vorfahrenden Auto der Mädels, dass sich Eva und Julia doch gegenseitig von den Vorteilen einer freien Nacht überzeugt hatten, und so ging es dann doch auf den Gratiscampingplatz.

Weil wir jetzt aber die geplante Stunde Autofahrt gestrichen haben mussten wir diese anderweitig totschlagen. Deshalb sind wir dann zu einer 20 minütigen Wanderung zu einem Fluss aufgebrochen, Chris und ich in FlipFlops, was bei dem Matsch nicht die beste Idee war.

Danach wurde noch ein bisschen Karten gespielt, und Kevin allein zu Haus geschaut, dann ging es auch schon wider ins Bett, nachdem der Couscous Salat aufgegessen war.

Wanganui

Nach dem gemütlichen und kalten Neujahrsstart begannen einige ihre guten Vorsätze noch am ersten Tag des jahres zu brechen, während die anderen drei Sport machten.

Sport

Trotzdem ließ ich es mir nicht nehmen, die warme Gratisdusche mitzunehmen, allerdings erst, nachdem das Zelt abgebaut war, denn das neue Jahr startete mit miesem Wetter. Das war allerdings gar nicht so tragisch, denn wir wollten eh nur Auto fahren, diesmal wieder mit Beifahrertausch. Wir entschlossen uns für einen kleinen Umweg um auf der Küstenstraße zu fahren, und mit dem Wetter fühlte man sich teilweise wie an der Nordsee, auch, weil es hier mal etwas flacher war. Schließlich kamen wir auf Carolins Outback Campsite in Wanganui an, und parkten unsere Autos mit geöffnetem Heck gegenüber, um ein kleines Dach über dem Kopf zu haben. Am späten Nachmittag lagen wir in unseren Autos und hörten ein bisschen Narnia, was Eva und ich allerdings nicht mitbekamen, da wir dabei schon wieder eingepennt sind. Zum Abendessen gab es das erste Mal hier Dosenfraß, was allerdings besser war als erwartet, wenn auch sehr süß (Spagetti in Tomatensoße und Baked Beans)

New Plymouth

31.12 2016

Nachdem man sich gut ausgeschlafen anschließend gefrühstückt hatte, was dann alles bis kurz vor Mittag gedauert hat, ging es nach New Plymouth, denn unser Campingplatz liegt circa 15 km davon weg. Dort besuchten wir die ISite, an die auch Museum integriert ist. Dort wird beispielsweise das Leben in Plymouth zu dessen Gründung ausgestellt – die Stadt war eine der ersten weißen Siedlungen in Neuseeland. Die weiteren Ausstellungen konnten wir leider nicht betrachten, da unsere nur kurze Parkzeit vor der ISite abgelaufen war. Eventuell holen wir das ja im nächsten Jahr nach 😜. Die weitere Parkplatzsuche stellte sich als etwas zeitintensiv heraus, weshalb wir schließlich einfach von „Pack n Safe“ auf dem Supermarktparkplatz unsere Erkundungsexpedition starteten.

An einem Bäcker kamen wir schließlich abrupt zum stehen, als wir richtiges! Brot sahen, das musste einfach mit. Mit dem Laib im Gepäck auf der leider erfolglosen Suche nach einem günstigen Friseur für Julia landeten wir dann irgendwann am Indischen Ozean, und schlenderten etwas über die Promenade und machten es uns schlussendlich dort gemütlich, bis wir gegen halb 4 wieder zum Campingplatz wollten.

New Plymouth

Strand
Auf dem Weg lag allerdings ein Sushi-Laden und Eva und ich haben aus Neugier gleich mal eine Packung gekauft, allerdings die vegetarische Variante mit Gürkchen, Paprika und Avocado, was echt richtig lecker war. Besonders der Ingwer, den es dazu gab.

Das erste Sushi
Um wenigstens etwas besonderes zu Silvester zu haben, und um noch einen 6 Cent-Pro-Liter Tankgutschein abzugreifen ging es für uns Jungs noch schnell in den Pack n Safe rein, um zwei Flaschen L&P zu kaufen, wohl DIE Limo hier. Mit den Tankgutscheinen verhält es sich eigentlich recht simpel, kauf was in dem Laden, wir drucken dir nen Coupon und du kannst bei fast jeder Tanke günstiger Tanken.

Zurück auf dem Campingplatz ließen wir erst mal bis halb 9 den Nachmittag in gemütlicher Runde mit lesen verstreichen bis es dann Abendbrot gab – Pizza. Die war zwar eher ein mit Tomatensoße und Käse gefüllter Tortilla, weil wir keinen Pizzaboden sondern nur noch das finden konnten, es war allerdings trotzdem ein Träumchen.

Danach haben wir uns dann irgendwann unsere Campingstühle und ein paar Gummibärchen geschnappt und sind zum Strand gelaufen, der nur ein paar Meter von hier entfernt ist – man kann das Meer im Zelt rauschen hören. Und dann war es plötzlich Mitternacht, 2017 war da und wir beschlossen spontan ein kleines Mitternachtsbad im Indischen Ozean zu nehmen, was allerdings recht kurz ausfiel. Nach der warmen Dusche und allseitiger Frohjahrsbekundungen ging es dann auch schon ins kleine Zeltchen zurück.
An dieser Stelle wollte ich mich noch kurz bei allen bedanken, die es mir ermöglicht haben, diese Reise zu unternehmen, sei es mit Tipps und Ratschlägen, oder materiellen Gütern. Danke euch allen! Besonders zu erwähnen sind Grossi, deren Windjacke hier häufig im Einsatz ist, Omi, deren Wollsocken meine Füße jeden Abend warm halten und die auch gerne mal verliehen werden, und Opas Wanderschuhe, ohne die die 10 Stundenwanderung sicher nicht so angenehm gewesen wäre. Natürlich auch Danke an alle anderen. Ich wünsche euch auch hier noch mal ein Frohes Neues, ist ja für euch auch bald soweit, und einen guten Rutsch!

Eure Kiwis


30.12 2016

Nach einem gemütlichen Frühstück auf dem Parkplatz ging es in die wenige Schritte entfernte Innenstadt von Hawera, deren Touristische Highlights uns allerdings nichtmal die Tourusteninfo nennen konnte. Also schlenderten wir nur ein bisschen durch die Läden, besonders der Buchladen hat es uns angetan, wo Chris sich dann den ersten Teil von Eragon gekauft hat, sowie einem Second-Hand Shop, in dem sich die Mädels ein paar CDs fürs Auto besorgt hatten. Dann ging es weiter nach New Plymouth, wo die Mädchen einkaufen und tanken gefahren sind, während wir schon einmal zum Campingplatz gefahren sind, um auch über Silvester ein Plätzchen zu haben (wir haben seit dem Vorfall vor ein paar Tagen eine kleine Paranoia nichts mehr zu bekommen). Dieser liegt wieder in direkter Nähe zum Meer, welches man leider aber nicht von unserem Platz zu sehen ist. Geparkt haben wir abseits auf einem kleinen Hügel, wo ich auch gleich mal das neue Zelt aufgestellt habe. Dieses hat den Namen Sarg bekommen, und nicht von ungefähr, denn viel größer ist es nicht, zum schlafen reicht es allerdings vollkommen. Übrigens heißt unser Auto jetzt seit ein paar Tagen Hugo.

Sarg

Nachdem Julia und Eva vom einkaufen zurück kamen wurde auch deren Zelt aufgestellt, und Julia und ich sind fleißig alle Akkus aufladen gegangen, während die anderen beiden ein bisschen Sport getrieben haben. Dann gab es schon ziemlich bald Abendessen (Brokkoli, Reis und Käse-Sahne Soße ohne Sahne), das hervorragend schmeckte. Anschließend haben wir uns alle ins Zelt der Mädels gekuschelt, und den Ersten Herr der Ringe geschaut, welchen Eva vorgestern gekauft hatte. Und dann war auch schon Zeit für die erste Nacht im Sarg, die allerdings sehr angenehm war.

Mit dem Rucksack ans andere Ende der Welt