Christchurch

1.02 2017
Heute ging es gleich nach dem Wachwerden hinters Steuer, wir hatten ja nix mehr zu Frühstücken. Also sind wir in eine Mall in Christchurch gefahren, und haben dort erst einmal eingekauft. Die Mall erstaunlich klein für so eine große Stadt, und die meisten Läden waren Fressbuden, was auch nicht so spannend ist. Dann ging es auf den Campingplatz fast direkt in Christchurch, der aber ziiiemlich teuer ist. Dafür konnten wir heute schon unser Frühstück dort in der Küche essen, somit hat es sich gelohnt.

Nach frisch getoastetem Toast und einer heißen Dusche fuhren wir wie gestern in die Botanischen Gärten und liefen anschließend zu Art Gallery, die nicht weit weg war. Der Eintritt für diese ist frei, um Spenden wird natürlich gebeten. 

Die Sammlung an Kunstwerken war ziemlich vielseitig, von alten Ölgemälden, ägyptischen Tempelmalereien bis hin zu „elektrischen Bildern“, Skulpturen und Videoclips. Die besagten Bilder sind mit einer leitenden Farbe gemalte Strukturen, beispielsweise Spiralen, die an einen Stromkreis und Kopfhörer angeschlossen sind. Streicht man nun über das Bild verändert sich der Ton, den man hört, er wird höher oder tiefer, lautet oder leider, je nachdem, wie man den Finger positioniert. Des Weiteren gab es Ausstellungen in virtuellen Räumen, und vielerlei mehr. Es war ziemlich interessant und ziemlich künstlerisch, soll heißen, nicht bei jedem Kunstwerk erschloss sich der Sinn des gezeigten. Einen Besuch ist die Gallery aber auf jeden Fall wert. 

Danach wollten wir uns eigentlich die Stadt weiter anschauen, stellten aber mit großer Enttäuschung fest, dass wir diese gestern tatsächlich schon komplett gesehen hatten. Die größte Stadt der Nordinsel, erkundet in 3 Stunden, ein trauriges Resume. Deshalb ging es auch schon ziemlich zügig zum Campingplatz zurück, der sogar einen Pool hat. Leider ungeheizt, und bei dem Wetter macht es leider auch keinen Spass zu schwimmen – es ist windig und kalt. 

Dafür gab es allerdings ein herrliches Abendessen – überbackenes Toast mit Tomaten und dazu einen Couscoussalat 

Das hiesige Stadion
Das Collage mit Schülern davor – stilecht in Uniform
Der Hafen von Rotterdame
Mehr Christchurch auf einem Bild ist wohl nicht möglich
Eine Replik der UN Weldfriedensglocke

31.01 2017

Unsere heutigen Aktivitäten ließen sich heute wortreich und lang beschreiben, einfacher ginge es allerdings mit einem Wort: nix.
Wir blieben heute den ganzen Tag auf dem Campingplatz, parkten einmal um, um dem permanenten Wind zu entgehen und lasen unsere Bücher.

 Erst abends wurden wir zur Aktivität gezwungen, da zwei deutsche Mädels nicht ganz mitgedacht hatten, und ihr viel zu flaches, und nur mit Vorderradantrieb ausgestattetes Auto ans Flussufer stellen wollten. Dieses bestand allerdings aus losen Kiessteinen, Konsequenz: durchgedrehter Reifen und ein feststeckendes Auto. Mit knapp 10 Leuten, die sich schnell auf dem Campingplatz gefunden hatten, schoben wir das Auto dann wieder frei. Danach hatten wir uns erstmal ein Abendessen verdient, es gab Nudeln mit Tomatensoße. Dabei fiel auf, dass unsere ganzen Toast und Müslivorräte, die nicht gerade unerheblich waren, aufgebraucht waren. Also morgen vorm Frühstück erstmal einkaufen 😀
30.01 2017

Nach einem gemütlichen Frühstück unter den Pinien des Campingplatzes fuhren wir heute gegen 10 nach Christchurch, der Quake-City, wo wir gegen 11 eintrafen. Die Stadt macht ihrem Namen ganze Ehre. Nach schier endlos länger Parkplatzsuche, die durch unglaublich viele Baustellen noch erschwert wurde fuhren wir schließlich in das Parkhaus der Art Galerie. Dieses stütze mit gewaltigen Stoßdämpfern das Gebäude über uns, um dieses Erdbebensicher zu machen. Selbst an den Rohren, die nach oben verliefen waren Gummisegmente angebracht, damit diese nicht bersten, sollte es zu einem Beben kommen. Und davon gibt es hier ganz offensichtlich viele, aber dazu später mehr. 
Unser erster Weg ging an der Galerie vorbei zur ISite, um dort nach den Highlights der Stadt, und im Speziellen nach Gratisparkplätzen zu fragen (Parkhaus = 1$/h). Die Touristeninfo war in einem wunderschönen alten Haus aus dem 17. Jahrhundert untergebracht. Die Frau die uns informierte war total nett und aufgedreht, und schickte uns zum Botanischen Garten, nur wenige Meter vom Stadtzentrum entfernt, wo man für 3 Stunden umsonst parken kann. Einmal dort schauten wir uns diesen natürlich auch erstmal ausgiebig an. Ein sehr weitläufiges Areal mit vielen unterschiedlichen Pflanzen, der Pollard Park in Blenheim hat mir allerdings persönlich besser gefallen. Dafür gab es hier Sportgeräte, an denen wir uns beide erstmal gütlich taten und unseren Körper stählten 😜

Dann beschlossen wir ins Stadtzentrum zu gehen, allerdings kamen wir nicht sonderlich weit. Gleich hinter einem Reklameschild für ein Museum, dass aus einem Flugzeugcockpit gefertigt war, trafen wir auf das selbige und gingen hinein. Der Eintritt war sogar umsonst, wenn auch um Spenden gebeten wurden. Und dieses besagte Museum war gigantisch. Es begann mit einer Ausstellung über das Leben der früheren Maori hier, wie sie den Moa (einen straußenähnlichen Vogel) jagten und damit zum aussterben brachten, wie sie Werkzeuge und Waffen fertigten und so weiter. Danach führte ein Raum durch das Leben der ersten Kolonisten der Insel, wie die Europäer hier lebten, Walfangstationen errichteten etc. (besonders interessant weil ich gerade Moby Dick lese). Es folgten Ausstellungen zu jedem erdenklichen Thema, von Geologie, Ägyptologie (mit echter Mumie), Ornithologie (hier haben wir unseren ersten Kiwi gesehen), Mode und Kunst, japanische Samurai, Antarktisexpeditionen von Hillary, Dinosaurierskeletten bis hin zu Luftfahrtgeschichte über die tasmanische See und von Air New Zealand. Hier konnten wir auch in einem Virtuellreality Flug das Fliegen der Zukunft erfahren (zumindest, wie sich das Air NZ so vorstellt) und für beide war klar, eine VR Brille müssen wir uns auch anschaffen!

Für diese Fülle an Ausstellungsstücken verbrieten wir dann allerdings die kompletten drei Stunden Parkzeit, was sich aber total gelohnt hat. Da es erst 3pm war suchten wir uns einen Parkplatz im Wohngebiet und liegen ins Zentrum. 

Hier fiel uns besonders an der alten Kathedrale auf, wie heftig das Erdbeben von 2010/11 gewesen sein muss: der Kirchturm war völlig in sich zusammengestürzt, das Schiff halb geöffnet, sodass man über den Bauzaun ins Innere gucken konnte. Im Dachstuhl hatten es sich Vögel bequem gemacht. Auch überall sonst wären Baustellen allgegenwärtig, ob das nun an den Erdbeben liegt konnten wir allerdings beide nicht mit Sicherheit sagen. Auf jeden Fall war es seltsam, durch eine Stadt zu gehen, die gerade erst gebaut zu werden scheint, obwohl es hier herrliche alte Gebäude wie das Collage gibt, das aussieht wie Hogwarts. Nach einiger Schlenderei kamen wir dann auf einen sehr interessanten Markt, in dem die Läden nicht in normalen Häusern, sondern in kunstvoll arrangierten Schiffscontainern untergebracht waren. Sogar unsere Bank hatte hier eine Filiale. Überall wurde Essen angeboten, Gyros, „Fritz Wieners“, asiatische Küche, und Minidonuts. Zum Glück hatten wir nach dem Museum Käsetoast gegessen, sonst hätten wir hier ein kleines Vermögen liegen lassen können…

Dann ging es auch schon zurück zum Auto, und wir nahmen die einstündige Fahrt zum Gratiscampingplatz in Angriff. Zum Abendessen gab es Reis mit Ratatouille, sehr lecker! Dann würde gelesen, danach geschlafen 

Hurunui

29.01 2017
Kalter grauer Dunst legte sich heute morgen über das Tal, in dem sich unser Campingplatz befand. Dementsprechend frisch war die heutige Nacht. Im Gemeinschaftsraum nahmen wir unser Frühstück (Müsli) ein, neben einem 125 Jahre alten Klavier, auf dem ein riesiges Modell eines dreimastigen Schoners stand. Danach gönnte ich mir erst einmal eine heiße Dusche. Leider war auch bei dieser Dusche keine Anzeige, wann das warme Wasser aufhörte, weshalb man unterkühlt wieder aus der Dusche stieg. 

Kurz darauf rollte Hugo vom Platz, weiter gen Christchurch. Wir machten zwei mal halt, einmal auf einem Campingplatz, von dem aus ein kurzer Pfad zu einem extrem breiten Wasserfall führte, der eindrucksvoll aus 15 Meter Höhe in ein breites, von Kiesklippen eingerahmtes Flussbett stürzte. Eine eindrucksvolle Szenerie, besonders wenn man sich vor Augen führt, was da für Kräfte am Werk sind. Wie um diese Kräfte zu unterstreichen trieben an die 30 Baumstämme in einen Strudel unter dem Wasserfall. Ein paar Kilometer gab es einen weiteren Wasserfall zu betrachten, den man nur über einen Pfad durch den Wald erreichen konnte. Über einen Bach hinweg war allerdings die Brücke verschwunden, er war allerdings nicht so breit, als dass man ihn nicht auch hüpfend überqueren könnte. Ein paar Meter weiter wurden wir dann mit einem 50 Meter hohen Wasserfall belohnt, dessen Gischt uns angenehm das Gesicht kühlte – das Wetter war inzwischen angenehm warm geworden. ​


Als letzte Station vor dem Campingplatz fuhren wir einen kleinen Umweg nach Hanmer Springs, und zwar nur, weil es hier im „PJ’s Burgers“ extrem gute Hamburger geben sollte. Die Stadt war ein ziemlicher Touriort, weil es dort heiße Schwefelbäder gibt. Die 25$ für die Therme waren uns dann aber doch zu viel, und wir begnügten uns mit dem 16$ Hamburger. Und der war göttlich, gigantisch und wahnsinnig lecker! Interessanterweise auch mit Roter Bete belegt auf jeden Fall der beste Burger, den ich bislang gegessen hatte. 

Gegen 4 waren wir dann auf dem Campingplatz (knapp 70 Kilometer von Chch entfernt) angekommen, und Ermangelung jeglicher Aktivitäten in der Nähe machte ich erstmal einen Mittagsschlaf, während Chris weiter Eragon las – mittlerweile den 3. Teil. Wir zahlten zu zweit sogar nur 5$, was unfassbar günstig war. Das Abendessen hätten wir nach der riesigen Portion Hamburger auch getrost auslassen können, es war aber noch etwas vom gestrigen da, weshalb das gegen 9 auch noch verputzt wurde.

Murchison

28.01 2017
Mit super Wetter und einem großartigen Frühstück begann der heutige Tag in Renwick. Es gab Spiegelei auf Toast und Toast mit Marmelade – kein Wunder das wir so viel Toast kaufen müssen… 

Nach dem üblichen Laden der Geräte und dem Veröffentlichen des Blogs machten wir eine kleine Tour durch die Stadt Blenheim. Diese ist sehr schön, klein und schnuckelig. Kein Gebäude ist über zwei Stockwerke hoch, wodurch die Sonne nahezu überall ungestört auf die Straße fallen kann. Überall sind Dekoelemente wie Pavilions, Blumenbeete und hübsche Laternen aufgestellt, und Bücherläden gibt es in Hülle und Fülle. Am Fluss wurde ein Park angelegt, durch den eine Schmalspurbahn fährt, eventuell ähnlich wie in Emden am Bahnhof, die Loks haben wir allerdings leider nicht zu sehen bekommen, und die 11 Kilometer lange Strecke wollten wir auch nicht lang laufen. Nachdem sich Chris eine Pizza geholt hatte verließen wir Blenheim auf dem Highway 63 und fuhren später weiter über den Highway 6. Hier gab es einige Baustellen, wir kamen aber gut voran – ohne Stau. Interessanterweise wird hier der Verkehr an Baustellen nicht etwa von mobilen Ampeln gesteuert, sondern tatsächlich von Leuten, die den ganzen Tag in Funkgeräte sprechend, ein Schild „Stop“ oder „Go“ drehend an der Straße stehen.

Die Straße erinnerte sehr an einen Highway im Mittleren Westen, endlos lang, schnurgerade und eingerahmt von von trockenem Grad bedeckten Bergen. Nur direkt neben der Straße erstreckten sich ebenfalls schier endlose Weinfelder. Wir machten ab und zu Halt, am schönsten war es an dem Fluss, dessen Bilder unten zu sehen sind. 

Am späteren Nachmittag kamen wir dann auf unserem Campingplatz an, der zwar etwas teurer war, aber deshalb auch top ausgestattet. Es gab eine große Küche, superschöne Waschräume, langsames aber immerhin vorhandenes WLAN und einen Gemeinschaftsraum, in den ich mich begab während Chris Sport trieb. Außerdem konnte man den Klängen von Countrysängern lauschen, die sich heute auf dem Platz eingefunden hatten, und ein Lied nach dem anderen zum Besten gaben. Gegen 8 Uhr machten wir uns dann an die Zubereitung des Abendessens, es gab köstliche Bratkartoffeln mit Brokkoli Käse-Sahne Soße. Ein Genuss. Während des Kochens und nach dem Essen gab es noch eine kleine Plauderei mit einem dänischen Ehepaar, das in Norwegen lebt und einem Pärchen in unserem Alter, ebenfalls aus der Ecke.  

Plastikessen beim Asiaten, damit man weis was es gibt

Renwick

27.01 2017
Mit einer famosem Idee starteten wir heute in den Tag, die sogleich umgesetzt wurde. Wir schnappten uns Toast, Marmelade und Nutella, schulterten unsere Campingstühle und liefen die paar Meter hinunter zum Strand, wo wir alles aufbauten. Wir frühstückten mit der wärmer werdenden Sonne im Nacken und dem Meer vor uns, mit einer tollen Sicht auf die Whites Bay und den Felsbogen, der sich zu unserer rechten aus dem Meer empor hob.

 

Eine Gruppe Mädchen lief gerade dahin und kletterte darauf, und wir, die gerade unser Frühstück beendet hatten uns auf eine tolle Sicht hofften, taten es Ihnen gleich. Auf halbem Weg dahin holte uns der Hamburger ein, mit dem selben Ziel begleitete er uns. Der Fels war schroff und scharfkantig, und wir kletterten, da wir nicht mit solch einer Unternehmung gerechnet hatten und nur FlipFlops dabei hatten, alle drei Barfuß.​

Der Blick auf die in morgendlichem Sonnenlicht getränkte Bucht, die in den unterschiedlichsten grün gelb und sogar Grautönen der Bäume vor uns lag war wunderschön, ließ man diesen aufs Meer streifen konnte man sogar ganz schwach am Horizont die Nordinsel ausmachen. Wir verweilten hier oben ein bisschen, kletterten dann hinunter und machten es uns noch ein bisschen am Strand gemütlich. 

Dann fuhren wir in die Library nach Blenheim, was hier ungefähr wie Blennem ausgesprochen wird. Leider brach dort das Internet zusammen, allerdings war dort ein Plakat, das wir durch Zufall bemerkten, das Jobsuchenden aufforderte sich zu melden. Da wir heute wieder an die 15 oder mehr Nummern fast erfolglos angerufen hatten (bei einem Orchard wurden wir auf eine Warteliste für ein Packhaus aufgenommen, was wir schonmal als Riesen Erfolg verbuchen!) fuhren wir zur genannten Adresse. Nach längerem Suchen sahen wir auf der Webadresse aber, dass man einen Termin bräuchte und riefen stattdessen die Nummer an. Wieder erfolglos – aber wir sind ja immerhin auf ner Warteliste.

Den restlichen Tag verbrachten wir wieder im wunderschönen Pollard Park und lasen im Schatten eines Baumes mit dem schweren Rosenduft in der Nase.

Wir hatten gar nicht gemerkt wie schnell die Zeit vergangen war, und konnten uns erst gegen 7 Uhr von unseren Büchern lösen. Praktischerweise gab es in dem Park einen öffentlichen, elektrisch betriebenen Grill, und wir beschlossen auf diesem unsere Nudeln mit Tomatensosse zu kochen – man spart wo man kann, auch am Gas. Nach knapp einer Stunde warten und erst warmen, nicht kochendem Wasser schlugen wir den Plan dann aber doch in den Wind, packten den Gaskocher aus und bereiteten unser Mahl so zu. Mit prall gefüllten Bäuchen fuhren wir dann gegen 10 Uhr zurück nach Renwick (unsere erste Nachtfahrt hier) auf den Parkplatz des Sport & Event Centre.

Raranga

26.01. 2017
Nach einer saukalten und auch ziemlich windigen Nacht auf dem Campingplatz in Renwick fuhren wir nach einem ebenfalls recht windigen Frühstück gegen kurz nach 9 nach Blenheim zur Library, Akkus füllen, Blog schreiben, das selbe Prozedere wie immer. Im Countdown besorgten wir uns danach ein bisschen Toast, der Verbrauch des selbigen ist hier ungemein hoch.

Nette Idee

Die ISite hatte uns gestern eine Wanderung bei Rarangi in der Whites Bay empfohlen, weshalb wir dann dort hin fuhren. Dort fanden wir einen kleinen Parkplatz am Meer, und gingen ersteinmal an den Strand. Dort gab es herrliche Wellen, die direkt neben uns an eine Klippe schlugen, die es für uns natürlich zu erklettern galt! Keine Sorge, es war nicht allzu gefährlich, und gelohnt hat es sich definitiv, denn wir kamen in eine kleine Bucht, genannt Monkey Bay, mit einem kurzen aber schönen Strand, und zwei Höhlen, wobei sich die hintere der beiden sogar als teilweise gefluteter Tunnel in eine andere Bucht herrausstellte.

Eingang zur Grotte

Kleine Kletterpartie

Monkey Bay

Plötzlich tauchte aber eine Familie mit Kleinkind auf, die unmöglich den Weg über die schroffen Felsen genommen haben konnte und so stoßen wir auf einen gemütlichen und extrem kurzen Wanderweg, der uns direkt am Parkplatz rausspuckte und den wir vorher einfach ignoriert hatten. Nach diesem kleinen Ausflug und dem längeren chillen am Strand beschlossen wir gegen 1 Uhr endlich zur Wanderung aufzubrechen. Wir schmierten uns beide ein paar Brote, packten etwas zu trinken ein und los ging es. Das Schild deutete auf eine leider ziemlich kurze Wanderung von gerade einmal einer Stunde hin, dennoch stiefelten wir los. Wie sich etwas später herausstellte war die einstündige Strecke nur bis zum Startpunkt der eigentlichen Wanderung, und so konnten wir uns vergnügt auf eine viereinhalb stündige Tour freuen.

Der Weg war allerdings bedeutend anstrengender als beispielsweise der Abel Tasman, der im Vergleich dazu wie ein asphaltierter Fahradweg in Paderborn war – sprich anspruchslos. Die Steigung war um einiges stärker und auch der Weg selbst machte es uns nicht leicht, da er viel schlechter ausgebaut war, als alle Wanderwege zuvor. Spaß hat es aber auf jeden Fall gamacht, und die Landschaft wechselte während dessen eindrucksvoll. Zuerst kamen wir durch einen von Büschen dominierten Streckenabschnitt, die aber nach und nach dicken Bäumen wichen bis sich diese zu knorrigen, von Moos behangenden Riesen entwickelten. Man kam sich ein bisschen vor wie Mirakulix in seinem Druidenwald.

Die Aussicht über die Ebene von Blenheim ist fantastisch

Ein paar Stunden später standen wir dann vor einem Schild. Entweder wir liefen den Rundweg weiter, oder wir bestigen Mount Robertson. Natürlich beschlossen wir auf den Berg zu kraxeln! Dieser hatte genau 1036 Höhenmeter, die wir, da vom Strand kommend, auch alle gelaufen sind. Nicht gerade unanstrengend. Dafür war die Sicht über die Ebene unter uns, in der Blenheim liegt, atemberaubend. Nur ganz oben am Gipfel konnte man wegen viel zu hohen Bäumen überhaupt nichts sehen. Das war natürlich extrem schade, aber wir hatten ja unsere Brote, weshalb wir uns wenigstens damit etwas trösten konnten. Leider hatte Chris diese in Ermangelung anderer Dosen in unsere Waschmittelbox gepackt… man kann sich denken wonach diese Brote schmeckten.

Dann war es auch schon halb 5, höchste Zeit für den Abstieg. Auf dem Weg trafen wir noch einen Kiwi, der uns wissend einen Berg am Horizont zeigte, und nicht ohne Stolz verkündete, dass dies der erste Berg Neuseelands sei, den Edmunt Hillary bestiegen hatte. Wer weis, eventuell folgen wir ja seinem Beispiel…

Wieder auf Meereshöhe angelangt landeten wir auf einem DOC Campingplatz, der uns so gut gefiel, dass wir beschlossen hier heute Nacht zu schlafen, anstatt nach Renwick zurück zu fahren. Zu dem Campingplatz später mehr. Das letze Stündchen Wanderung ging dann durch ein schönes Stückchen Pinienwald, der sehr nach Italienrlaub roch und klang. Den schweren Pinienharzgeruch in der Nase und die Zirkaden im Ohr liefen wir in einem Affenzahn zurück zur Monkey Bay, um Hugo zu holen. Auf dem Weg zurück zum Campingplatz nahmen wir auch unsere ersten Tramper mit, ein französisches Pärchen die für sechs Wochen durch die Lande ziehen. Am Campingplatz angekomme verloren wir diese allerdings schnell aus den Augen, denn sie wollten eigentlich zu einem campingplatz einige Kilometer entfernt in der Robin Hod Bay, der aber gratis war.

Aussicht auf die Whites Bay

Wir beschlossen ersteinmal duschen zu gehen, Chris kam allerdings sehr schnell wieder und meinte, die Dusche oben sei kalt. Also gingen wir mit dem gesammten Equipment Richtung großem Badehaus. Auf dem Weg dahin fing uns aber die Campingplatzbesitzerin aus, lachte als sie von unserem Plan hörte und sagte mit ausladender Geste und verschmitzem Gesicht „Oh, aaaaall showers here are cold!“
Sich in unser Schicksal einfügend gingen wir trotzdem weiter, eine kalte Gemeinschaftdusche war Chris dann aber doch zuviel und ging zurück in die Einzeldusche neben unserem Auto. Ich blieb dort, denn wer sonst duscht um halb 9 bei den abendlichen Temperaturen noch kalt? Ich sollte recht behalten und blieb die ganze Zeit allein, zugegebender Maßen blieb ich aber auch nicht lange.

Beim Abendessen, es gab immernoch Reste vom Reis, lernten wir drei Deutsche kennen, einen Hamburger und ein Pärchen aus Paderborn. Mit diesen wanderten wir, als es dunkel genug dafür war, zu einer Felswand im Wald, wo wir das schummrige Licht der Glühwürmchen betrachten konnten.

Mit Glück kann man hier das bläulich schimmernde Licht der Glühwürmchen erahnen

Schön, aber doch nicht so spektakulär wie erwartet. Nach dem langen Tag ging es dann auch zügig ins Bett, nachdem alle Mücken aus dem Auto beseitigt wurden.

Blenheim

25.01 2017
Mit frisch getoastetem Toast und Brötchen begann der heutige Tag gemütlich in der Gemeinschaftsküche des Campingplatzes, in der gerade die Ellen Show im TV lief. Nachdem das Frühstück beendet war hingen wir die immer noch nasse Wäsche, die wir heute morgen nochmals aufgegangen ab, denn es begann zu tröpfeln. Notgedrungen verließen wir dem Campingplatz diesmal pünktlich um 10am bei immer stärker werdendem Regen. Ein letztes Mal luden wir alle Akkus für eine Stunde in der Library, ich lud noch ein paar Bilder des Tasman von den Mädchen hoch, die weitere Route wurde bestimmt und dann auch gleich befahren.

 

Wir folgten der Straße 6 (man kann die hier weder Autobahn noch Highway, am ehesten aber Landstraße nennen) und kamen gerade als es zu regnen aufhörte an einem Wanderwegparkplatz vorbei. Wie sich gleich darauf herausstellte führte dieser zu einem der Drehorte von der „Der Hobbit“ (Für die Kenner: Hier fliehen die Gefährten in Fässern sitzend über einen Fluss vor ihren Feinden (ohne Spoiler)) den wir uns natürlich anschauten. Der Fluss war sehr schön, und der Fels durch den dieser floss war eigenartig erodiert, wie zu harter Schiefer, irgendwie in Schichten und doch teilweise wie ausgewaschener Sandstein. Das beste war allerdings, dass niemand hier war, was wohl am erst kürzlich nachgelassenen Regen lag.

Wir beschlossen die erst kurze Wanderung auch fortzuführen und gingen durch den, Achtung Wortspiel, Regenwald zu einem kleinen Wasserfall und streckten unsere Füße in das kühle Nass.

In nun ziemlich rutschigen FlipFlops ging es über knorrige Wurzeln und Pfützen zurück zum Auto, wo wir erst einmal ein paar Pizzabrötchen zu Mittag aßen. Weil das Wetter immer noch besser wurde beschlossen wir auch noch in die andere Richtung zu gehen, wo der Fluss an einem Kiesstrand eine Kurve zog. Perfekte Steine zum titschen fanden wir hier, und somit wurde sich damit erst einmal kräftig beschäftigt.

Vor allem wollten wir mit dem Handy einen schönen SloMotion Film machen, was auch gelang. Dann ging es auch schon weiter, bis wir nach Havelock kamen, wo wir uns einen kleinen Blick bei einem Spaziergang durch die Stadt gönnten. Das Wetter war mittlerweile herrlich warm, und so konnten wir die selbst ernannte Hauptstadt der Green Liped Mussels (oder so, irgendeine Muschel zumindest) bei strahlendem Sonnenschein genießen. Muscheln gegessen haben wir hier allerdings nicht, gerade einigermaßen satt von den Brötchen, wir haben es uns allerdings für den Rückweg vorgenommen.

Nun blieb uns kein Ort mehr auf der Strecke, den wir noch besuchen konnten, deshalb ging es nun direkt zur ISite nach Blenheim um uns nach Freedomcampplätzen zu erkunden, und was man denn hier sonst noch alles machen könne. Schlussendlich beschlossen wir aber einfach in den Pollard Park zu gehen, und etwas zu lesen. Der war allerdings gar nicht so einfach zu finden, und so landeten wir, nachdem wir unseren Hugo im Wohngebiet abgestellt hatten, erst mal auf einer Pferderennbahn. Es fand zwar kein Rennen statt, aber es war wohl eins in der Vorbereitung, ein paar Pferde standen bereits in den Boxen, und es wurden noch mehr her transportiert, während wir uns alles einmal anschauten. Dann verließen wir die Rennbahn wieder und fanden gegenüber einer Schule den versteckten Seiteneingang zum Park. Und der war wunderschön: alte Bäume, ein Bach der sich durch Wiesen und Beete schlängelte, tolle Brücken darüber. Das Beste waren aber die 200 unterschiedlichen Rosensorten, die in ordentlichen Beeten ihren betörenden Duft verströmten. Hier konnte man es sich echt gemütlich machen! Also Handtuch geschnappt, und auf die Wiese gelegt, Kindle angeschaltet und gelesen.

So trocknet man Wäsche richig!

Um halb 6 brachen wir dann auf, um noch Toast im Pack n‘ Safe zu kaufen, bevor es dann nach Renwick, etwas außerhalb von Blenheim, auf einen Parkplatz des Sport and Eventcentre ging, auf dem man umsonst nächtigen darf (Freedomcamp ist hier wohl in der Verfassung verankert und ein Recht, das nur durch lokales verbot eingeschränkt werden kann). Nach dem Abendessen, dass aus Toast mit Colbycheese und ein bisschen Reis von gestern bestand, wir hatten vorgekocht, ging es dann ins Bett.


Zur Abwechslung mal Nelson

24.01. 2017
Genau einen Monat nach Weihnachten standen wir diesmal ohne Mädels pünktlich auf zur Öffnung der Library auf deren Matte und begannen mit unserer Jobrecherche. Dies nahm einige Zeit in Anspruch und ist literarisch nicht so spannend zu verwandeln als das ich es jetzt näher erläutern müsste, die meisten hier müssten ja wissen wie googlen funktioniert. Wir hatten also gegen Mittag ein ansehnliches Häufchen Nummern und Adressen von Orchards (Obstgärten/Plantagen) die wir alle nacheinander anriefen. Manche verwiesen im Anrufbeantworter sogar auf eine Bewerbung per SMS! Die Ergebnisse waren allerdings ernüchternd. Von den circa 10 Nummern benötigte niemand Arbeiter, geschweige denn 2…

Also beschlossen wir nach Richmond zu fahren, wo sich der Sitz einer Genossenschaft befindet. Dort angekommen begrüßte uns eine freundliche ältere Dame, Arbeiter suchte sie allerdings auch nicht. Schon fast wieder weg gefahren viel uns aber noch ein, sie nach Adressen zu fragen. Genaue könnte sie uns zwar nicht nennen, in Motueka und Umgebung seien aber viele Plantagen, die sollten wir einfach alle mal abklappern. Gesagt getan, wir fuhren also die 40 Kilometer nach Westen, zurück zum Abel Tasman. In der Tat gab es dort viele Plantagen, die uns auch schon vor ein paar Tagen aufgefallen waren, als wir schon einmal hier waren. Nun fuhren wir jede einzelne Plantage ab, und davon gab es die unterschiedlichsten. Aber weder die Beeren- noch die Äpfel- ja nicht einmal die Wein- Kiwi- und sogar Hopfenbauern benötigten Arbeiter. Ein paar Stunden und viele viele Orchards später verließ uns doch langsam die Motivation, auch, da uns jeder Bauer versicherte, dass wir entweder eine Woche zu spät, oder zwei Wochen zu früh kämen. Wir landeten also gerade mitten in der Erntelücke der unterschiedlichen Früchte. Also beschlossen wir zurück nach Nelson zu fahren (nachdem wir ein hoffentliche letztes Mal bei der günstigen Takstelle in Motueka getankt haben), auf den ersten Campingplatz, auf dem wir in Nelson vor knapp 2 Wochen ankamen. Hauptgrund dafür war unsere Wäsche, die mal wieder eine Waschmaschine von innen sehen sollte. Nachdem dies erledigt war, und unser Abendessen (Reis mit in Tomatensoße gekochtem Gemüse) verspeist war, zogen wir Bilanz: etliche Telefonate, 90 Kilometer Fahrt, und an die 30 abgeklapperte Plantagen… nicht so prickelnd, aber wenigstens wissen wir jetzt, dass wir es in 2-3 Wochen noch mal versuchen sollten. Das Wetter wurde abends zunehmend schlecht, und kalt war es auch, so verkrochen wir uns in unser Auto und lasen, bis wir einschliefen.

Noch einmal für 1,95$ tanken

23.01. 2017
Den gestrigen Abend verbrachten wir mit einem Gespräch in größerer Runde mit sechs Franken und einem Pärchen aus Koblenz, die alle neben uns geparkt hatten. Deshalb begann der heutige Tag mit einem gemeinsamen Frühstück, bei dem sich allerdings früh ein kleines Problem ergab: unser Tisch war weg. Den hatten wir gestern nach dem Aufräumen vor der Werkstatt schlicht und einfach vergessen! Ein so kleines Detail ist aber auch leicht zu übersehen…

Deshalb fuhren wir schnell zur Werkstatt und holten den Tisch ab, die Mechaniker machten allerdings nicht den Eindruck, als hätte sie nur im geringsten überrascht, dass sie plötzlich mehr Mobiliar hatten, geschweige denn, dass ihnen dieses nun wieder genommen wurde. Zurück auf dem Campingplatz konnten wir so unsere gestern günstig erstandenen Brötchen mit Nutella und Marmelade genießen und standen dann pünktlich um halb 10 vor der Library. Hier beschäftigten wir uns den ganzen Tag intensiv mit der Jobsuche, machten Farmen und Plantagen ausfindig etc. ich musste meine Steuernummer telefonisch hinterfragen, da diese mir, trotz Beantragung noch in Auckland, immer noch nicht zugesandt wurde. Das war aber alles kein Problem, die Dame am Telefon war sehr nett und so hatte ich zügig die essentielle Nummer. Unterbrochen wurden unsere Recherchen nur von der Dusche, die wir getrennt in der Stadt aufsuchten, da unsere Akkus immer noch nicht voll waren, und einem kleinen Mittagessen in Form einer Pizza. Später am Abend gab es dann Spiegelei in Brötchen, es wurde gelesen und dann geschlafen.

Hinter der Library: perfekt zum telefonieren
Abwechslung muss aber auch mal sein
Wasserversorgung steht
Das erste gekochte Essen ohne unsere Mädels



22.01. 2017

Die heutige Nacht erinnerte sehr an die Überfahrt von Wellington nach Picton – nur war diesmal weder das Meer noch ein Erdbeben für das schwanken des Autos verantwortlich, sondern vielmehr das extreme Gewitter, das seit gestern noch mal an Fahrt aufgenommen hatte. Das Auto wackelte also auf dem Parkplatz wie eine Nussschale auf dem Meer, und geregnet hat es aus allen Schleusen. Deshalb nahmen wir das Frühstück alle zusammen in unserem Auto ein und warteten dann erstmal ab, ob sich das Wetter bessern würde. Dies war nicht der Fall, weshalb wir erstmal zur nächsten Toilette ans Meer fuhren, um Zähne zu putzen. Auf dem Weg dahin sah Eva eine Werkstatt, unter deren Montagedach wir uns anschließend stellten (es war ja Sonntag) um unsere Autos aufzuräumen. Und es gab viiiel aufzuräumen, nach so langer Zeit gemeinsam kam heute der Tag der Trennung. Die Mädels sind ab morgen nämlich beim wwoofen, was bedeutet, dass sie für die nächsten zwei Wochen für Kost und Logie bei einer Familie arbeiten.

Nun galt es also, alle Sachen zurück zu tauschen, Besteck, usw. Das nahm einige Zeit in Anspruch, war aber unter dem Dach wesentlich angenehmer als auf dem Parkplatz – es regnete immer noch wie aus Eimern. Als die Arbeit dann vollbracht war fuhren wir zu BurgerKing, wo wir eigentlich einen Kakao trinken wollten, da die aber kein Kakaopulver mehr hatten (das muss man sich mal vorstellen!) wurde daraus nix. Wir blieben trotzdem drinnen, und nutzen das Internet, und versuchten die Bilder auszutauschen, was aber wegen des schwachen Akkus, den wir gestern wohl zu lange in Anspruch nahmen, nicht geklappt hat. Nach dem Mittagessen dort, was Julia noch ein bisschen auf die Palme brachte („das ist doch kein FastFood hier!“) hieß es dann leider auch schon Abschied nehmen. Die Gefährten trennten sich nach sechs langen, ereignisreichen und wunderschönen gemeinsamen Wochen. Nach einem letzen gemeinsamen Bild setzen sich die Mädels in ihre Queen und fuhren gen Picton davon, während wir uns in die Library verzogen und trauerten…

Nein, wir haben natürlich diesen herrlich schönen Blog aktualisiert (hust kein Eigenlob hust), der ja wegen des Mangels an Internets im Park ein bisschen in Verzug geraten ist. Leider hat die Library schon um 4 wieder zu gemacht, glücklicherweise war es allerdings trocken. Draußen hörten wir aus dem Stadion Gejubel, also sind wir mal hin gelaufen und haben geguckt. Das Spiel, übrigens ein 1-Liga-Spiel, war allerdings leider gerade vorbei, weshalb wir dann zurück zum Auto gingen, und dort jetzt seit geraumer Zeit sitzen und weiter schreiben und noch ein bisschen chilln.

Abel Tasman Filme

Campingplatz am Morgen

Döschenfrühstück

peaceful beach

Wandern im Regenwald

Und Bilder der Mädchen

Wandern bis in den Abend

Erstes Basiscamp
Gruppenfoto

kurz ein bisschen Sport zur Abwechslung

immernoch hoch motiviert

Füße wie ne Wasserleiche – man muss seine Schuhe ja auch nicht unbedingt im Regen stehen lassen

 

 

Abel Tasman

21.01 2017 Abel Tasman III


Heute ging es gegen 8 Uhr raus, allerdings wesentlich entspannter als gestern, denn die heutige Furt hatte ihren Wassertiefstand um halb 11 (kann aber auch halb 10 gewesen sein). Zum Frühstück gab es wieder Haferbrei mit Trockenobst, dann galt es das Lager schon wieder abzubrechen. Das wurde von uns Jungs schon fast zur Wissenschaft erhoben, die Zelte wurden wie riesenhafte Kokons in die Bäume gehangen, um sie auch wirklich trocken und sandfrei zu bekommen. Lustig sah es auf jeden Fall aus, die Effektivität ist allerdings noch nicht erwiesen. Die Mädels waren etwas schneller fertig als wir, aber die sind ja auch zu zweit…




Direkt hinter dem Campingplatz führte dann ein Treppchen zum Strand, das Meer war weg und so konnten wir fast trockenen Fußes passieren. Wir Jungs hatten die Schuhe schon ausgezogen, die Mädels versuchten es zuerst mit ihren höheren Wanderschuhen. Die ersten beiden Priele kamen sie auch gut durch, am dritten scheiterten sie aber leider, obwohl wir uns bemühten für sie eine Brücke aus Treibholz zu bauen. So zogen sie gezwungenermaßen auch die Schuhe aus (Nasse Schuhe sind kein Vergnügen, ich kann seit gestern ein Lied davon singen) und wir gingen gemeinsam die Strecke bis zur nächsten Hütte barfuß durch den Urwald.


Dort wuschen wir uns so gut es ging den Sand und Schlamm ab, rein in die Schuhe, Rucksack geschultert und mit einem motivierenden Schlachtruf

„where are they taking the Hobbits?“ „TO ISENGARD, TO ISENGARD!!!“)

ging’s weiter.


Da heute „nur“ vier bis fünf Stunden auf dem Plan standen marschierten wir ziemlich zügig durch den Urwald, über die Hügel und am Strand entlang. Wie schön es hier ist hab ich ja schon geschrieben, so richtig genießen kann man die Aussicht allerdings nicht lange – je länger man stehen bleibt, desto mehr schmerzen Füße und Schulter. Für Fotos hat es allerdings immer gereicht. Ungefähr 1 1/2 Stunden bevor wir unser Ziel erreichen wollten begann es schlagartig zu regnen. Ruck Zuck zogen wir uns die Regenjacken an und den Regenschutz für den Rucksack über, von so ein bisschen Wasser ließen wir uns jetzt bestimmt nicht mehr stoppen! (Auch wenn es manchen doch etwas auf die Stimmung schlug).

Nahezu perfekt im Zeitplan liegend kamen wir dann an unseren Autos an, wo wir uns endlich des Rucksacks entledigen konnten. Das war allerdings auch nicht so einfach, man sollte ja nicht alles nass machen. Nach ein bisschen Knobeln und mit Hilfe des jeweils anderen bekamen wir dann aber alles gut verstaut, setzten uns in die Autos und fuhren direkt weiter Richtung Richmond.


In Motueka hielten wir noch kurz bei Mc Donalds an, und holten uns erstmal was „anständiges“ zu essen. Ach ja, getankt haben wir hier auch noch mal, die günstigste Tanke an der ganzen Nordküste (gerade mal 1,95$, statt der üblichen 2,08$). Nach der Anstrengung der letzen Tage gönnten wir uns dann ein Bad in den uns schon bekannten Richmondthermen, das wir aber ausschließlich in den Hotpools verbrachten. Es war einfach nur herrlich!

Als hätten wir nicht schon genug Strecke hinter uns gebracht fuhren wir nach dem Bad direkt wieder nach Nelson, um dort im Countdown Brot zu kaufen uns anschließend und auf dem Parkplatz hinter der Library nach einem fast 3 Stunden dauernden Fotomarathon der letzen Tage müde ins Bett zu fallen.

Jetzt hab ich allerdings noch die Pitta bei PittaPit und den Apple Cider vergessen. Man sieht, nach dem langen Marsch mussten wir uns ein bisschen was gönnen und uns uns selbst etwas feiern. Es sei uns gegönnt.


20.01 2017 – Able Tasman II
Die Hoffnung war leider trügerisch, heute Nacht hat es geregnet wie aus Eimern… das war allerdings nicht all zu tragisch, wir haben ja alle super Zelte. Das tragische war vielmehr, dass ich gestern die Schuhe nicht ins Vorzelt gestellt hatte, weshalb diese heute morgen einen drei Zentimeter hohen See beinhalteten, was mich natürlich extrem gefreut hat.

Zum Glück hatte Chris eine Rolle Klopapier mitgenommen, die allerdings Dank der super ausgestatteten Toilette des DOC (Department of Conservation) mit Wasserspülung und Klopapier, nicht nötig war. Mit dieser versuchte ich zumindest ein bisschen Wasser aus den Schuhen zu saugen.


Dann gab es erst einmal Frühstück -Haferschleim mit Trockenobst- und bauten danach unsere Zelte ab, weiterhin bei Regen, der aber langsam schwächer wurde. Dabei gerieten wir etwas unter Zeitdruck da wir eine Furt durch das Meer passieren mussten, die allerdings nur bei Ebbe begehbar ist. Um 9:30 war Low-Tide und so sind wir ziemlich zügig, da verspätet, losgelaufen.



Wir kamen aber perfekt an, zogen die Schuhe aus und wanderten über den noch nassen goldenen Sand. Am anderen Ende der Bay war eine Hütte, bei dem sich Leute für ziemlich viel Geld auch ein richtiges Bett in Bunkerzimmern buchen können.


Wir allerdings wuschen dort den Sand von den Füßen und füllten unsere Frischwasserreserven wieder auf. Von da an war uns jeglicher Termindruck genommen und wir wanderten durch atemberaubende Landschaft.


Es ging Hügel hoch Hügel runter durch tolle tropische Wälder, mit sehr interessanter Flora. Es gab kleine und große Farne, die einen sogar überragten, Riesenbäume oder vertrocknete Pinien, die das DOC hier vergiftet, weil sie nicht heimisch sind.


Ganz zu schweigen allerdings gegen das Meer und die Strände, die malerisch immer mal wieder für einen kurzen Moment durch die Bäume zu sehen sind, wodurch sich ein unglaubliches Farbenspiel ergibt. Ob das nur halb so gut auf den Bildern rüber kommt? Ich weis es nicht, aber ich hoffe es für euch Leser!


Acht Stunden später kamen wir dann endlich auf dem kleinen aber sehr schnuckelig Campingplatz nahe Torrent Bay Village etwas müde aber zufrieden an. Schnell wurden die Zelte in einer kleinen Lichtung in direkter Strandnähe aufgebaut, dann ging zum selben mit der ganzen Kochausrüstung um noch bei Sonnenuntergang das Abendessen zuzubereiten.

Regnet ein bisschen
Klettern ist auch dabei 😜
Schuhe weg und los! Wekas sind hier häufig zu sehen


19.01. 2017 – Able  Tasman I
Regen, Kälte und damit schlechte Laune ließ uns heute morgen vorerst an unserem Vorhaben zweifeln. Zum Glück wurde es pünktlich zum Haferbreifrühstück um halb 7 trocken, uns so hob sich die Stimmung ein wenig. Voll motiviert und guter Dinge fuhren wir vom Campingplatz zu einem kleines Dörfchen (Name vergessen, die Mädels wissen sicher näheres zu berichten), von dem aus die Wassertaxis starten. Wir mussten kurz warten, da wir schon vor der Öffnung des Ticketschalters um 8 ankamen, und so genossen wir die wunderschöne Aussicht auf den Strand. Eine wenig später fuhren an die sechs Traktoren vor, jeder mit einem Boot auf einem Trailer im Schlepptau. Auf diesen Booten machten wir es uns dann gemütlich und fuhren ein paar Meter an den Strand und wurden dann zu Wasser gelassen. Die Fahrt war der absolute Wahnsinn, allein dafür hat sich das aufstehen heute schon gelohnt! Das Wetter war mittlerweile auch top, und somit genossen wir die Fahrt in unserer Nussschale, deren Skipper uns an allerlei Sehenswürdigkeiten vorbei führte. Da wäre einmal ein gigantischer gespaltener Granitfelsen, der aus dem Wasser ragte, und ziemlich beeindruckend war, gewesen. Er ist der am zweithäufigsten fotografierte Rock der südlichen Hemisphäre, der häufigste ist in Australien, man kann sich ja denken um welchen es sich handelt. Des Weiteren gab es eine Tour zu einer Villa mit Privatstrand, zu denen der Skipper auch manch lustigen Kommentar riss. Dann fuhr er uns an eine Insel heran, auf der Seelöwen mit Babys lebten, die wir ganz aus der Nähe betrachten konnten, total süß. Das absolute Highlight der Fahrt war allerdings die Delphinschule, die direkt an uns vorbei schwamm. Die Bilder der Spiegelreflexkamera sind bestimmt super geworden, ich versuche sie hier bei Gelegenheit noch zu veröffentlichen.

Nach langer holpriger Fahrt kamen wir dann an, goldener Strand unter unseren Füßen und die Sonne im Nacken. Mit Sack und Pack, ausgerüstet für die nächsten drei Tage liegen wir los, merkten aber bald, dass die Rucksäcke schwerer waren als gedacht. Da heute ein Rundweg von 6 Stunden und danach noch eine zweistündige Wanderung nach Osten zum Campingplatz geplant war, beschlossen wir, es uns ein wenig leichter zu machen. Weil es sich um einen Rundweg handelte packten wir unsere Rucksäcke regendicht ein und parkten sie an einem Seitenweg hinter einem Farn. Manch einer hatte zwar bedenken, diese lösten sich aber mit jedem Schritt mehr auf, der Weg war definitiv anstrengender als gedacht. Er führte an wunderschönen Stränden vorbei, durch Dschungel und über Schluchten, Flüsse und Berge, alles viel zu schön um wahr zu sein. Ich hoffe die Fotos werden dem auch nur ansatzweise gerecht. Obwohl wir alle nur zwei Bananen, vier Müsliriegel und etwas Wasser dabei hatten taten uns schon die Füße etwas weh, als wir nach etwas weniger als 6 Stunden am Versteck wieder ankamen. Die nächsten 1 1/2 Stunden waren wortwörtlich belastend, aber gingen länger am Strand entlang, was wenigstens für die Knie besser war als diesen auf und ab der vorherigen Strecke. Schließlich und endlich kamen wir gegen 7 am kleinen Campingplatz an, früher als gedacht und geplant. Schnell die Zelte aufgebaut, und die Köstlichkeit des Abends zubereitet – Instantnudeln, dann ging es nach einem weiteren Strandspaziergang von Julia und mir und langem Blogschrieb ins Bettchen. Noch ist das Wetter super, wir hoffen das Beste

Spülbecken in der Pampa
Das erste Basiscamp

Geschafft! Jetzt freut man sich’s aufs Essen
Ein Wanderbild darf hier auch nicht fehlen
Es fehlt auch ab und zu mal ein bisschen Weg
Schön hier, oder?

Schon neidisch?

Perfekt getarnt

Ein Wassertaxi
Ziemlich voll bepackt…
Landshipping, Boot fahren auf der Straße
Gruppenbild vom Startpunkt
Voll bepackt
Es klart auf
Verregneter Morgen

 

Nelson-Richmond-Motueka

18.01 2017 
Heute ging es nach einer sehr entspannten Nacht im Richmond Park wieder zur Library, wo wir alle elektrischen Geräte so gut es eben mit einem Dreifachstecker und einem vierfach-USB Adapter geht. Das benötigte einige Zeit, zudem auch wieder diverse Sachen recherchiert, und aktualisiert werden mussten (Blog der Mädels zum Beispiel) als wir dann nach vier Stunden wieder raus kamen erwartete uns eine böse Überraschung: ein saftiges Knöllchen für zu langes parken. Das war natürlich extrem ärgerlich, vor allem weil die Ausstellung genau 9 Minuten vor unserer Ankunft am Auto statt fand, aber was will man machen – ist wie es ist. Das Knöllchen konnten wir dann gleich im WLAN von PizzaHut bezahlen, was super einfach war und nichtmal eine Minute in Anspruch nahm. Die Kosten waren nur leider auf Schweizer Niveau…

Darauf erstmal ne Pizza, danach fuhren wir weiter nach Richmond ins Aquatic Centre – das dortige Schwimmbad. Das war super cool, mit Wellenbad und Thermalbecken, in denen wir uns nach ausgiebigem Bahnenschwimmen (alle von uns!) in göttlicher Wärme erholten. Das ganze war nahezu perfekt getimet, da es draußen tierisch regnete, so dass uns schon ein bisschen Bange wegen der langen morgen Wanderung wurde, besonders da die Wettervorhersage richtig mies war. 

Dann ging es weiter nach Motueka auf den schon bekannten Campingplatz, wo wir zufällig die beiden Mädels aus Collingwood wieder trafen, mit denen wir dann auch lange quatschten. Zum Abendessen gab es dann zweier Feuerteufel trotz Regen und etwas feuchtem Holz ein schönes Feuer, auf dem wir Bratkartoffeln zubereiteten, die den Damen allerdings nicht ganz so hervorragend mundeten wie deren Produzenten. Nach langer Quasselei (und dem Packen alles Nötigen für die Wanderung) ging es mehr spät als früh ins Bett. Pünktlich nachdem wir es uns im Bett bequem gemacht hatten setzte der Regen ein…

Back in Nelson again

17.01. 2017
Hallo zusammen 😉

Heute morgen mussten wir wieder um acht Uhr vom Parkplatz flüchten, da wir sonst vielleicht abgeschleppt worden wären. Also sind wir von unserem Bett einfach nach vorne ins Cockpit gekrabbelt und erst mal zum Burger King gecruist. Dort gab es dann erst mal nen fettes stunner meal zum Frühstück!

Nein natürlich nicht 😉

Chris, Eva und ich haben uns einen leckeren Kakao mit Marshmallows geholt! Mit dem heißen Becher in der Hand ging es dann zum Centre of New Zealand, wo es einen schönen Park gab. Dort wurde dann erst mal lange und ausgiebig gefrühstückt. Der eigentliche Tagesplan war ja eine Wanderung an der Cable Bay, allerdings überwiegte das faule Fleisch. So rafften sich drei viertel der Truppe dann lieber zu Sport auf und ich wollte eigentlich ins Schwimmbad…nur war mein Handtuch unauffindbar…

Nachdem ich dann mal den ganzen Müll aus dem Auto geräumt hatte und die anderen fertig waren mit ihren komischen „tschump squatz“ (die ich mit meinem Adoniskörper natürlich nicht nötig hab 😉 ), sind Chris und ich zur Library gefahren und die Mädels zu ner Dusche in der Stadt. Wir informierten uns im Freien WLAN über unsere Studien. So habe ich beschlossen Sozialwissenschaften in Berlin zu studieren und Chris möchte nach München und dort sein Chemiestudium beginnen. Als die Mädels dann mal wieder da waren, sind wir dann richtig lecker thailändisch Essen gegangen. Es gab: Red Curry, Fried Pork, Eiernudeln mit Gemüse und crispy chicken

-> einfach mega lecker!

Von dort ging es dann wieder zurück in die Library um unsere ganzen technischen Geräte aufzuladen. Die Mädels sind in der Zeit auf Klamottenjagd gegangen und haben einen schönen Bikini für Julia erlegt 😉

Kurz bevor wir wieder zusammen trafen, stieß noch unser alter Bekannter Marcus zu uns! Der arme Kerl hatte vor wenigen Tagen seinen zweiten Bandscheibenvorfall und muss nun vielleicht operiert werden.

Als wir uns alle zusammen gefunden hatten, ging es dann zu einem neuen Campingplatz in der Nähe der Library wie auch des Countdowns – eine win win Situation: immer freies WLAN und essen in der Nähe!

Dort gab es dann nur noch unser übliches Sandwich zum Abendessen. Da aber so mal wieder unser ganzes Brot abhanden kam (2 Leibe Brot und eine Packung Toastbrot in zwei Tagen!) mussten wir leider nochmal los, Brot fürs Frühstück zu kaufen. So sitzen wir jetzt auf einer Bank vor der Library und laden unsere Blogs noch hoch 😉
Da Herr Burkhardt zurzeit leider schwer beschäftigt im Urlaub ist, übernimmt Chefsekretärin Fräulein Stoll die Leitung der Geschäfte.

Bei Risiken und Nebenwirkungen lesen sie das Impressum und fragen sie ihren Autor oder Verlag.
Mit freundlichen Grüßen und bis morgen!
Ihre Neuseeland-Crew 

16.01. 2017
Gepackt von den farbenprächtigen und wahnsinnig gemütlich aussehenden Klamotten der Leute hier beschlossen wir nach dem Frühstück wieder in das Städtchen Takaka zu fahren, und uns selbst solche zu besorgen. Eva und ich hatten ja schon diese weiten Hosen von zu Hause mitgebracht, dennoch holte ich mir eine weitere grün graue mit Elefanten darauf, Chris kaufte sich einen orangenen Pulli mit ziemlich coolem Muster und für Eva gab es, dank Julias Talent schöne Klamotten aufzustöbern, ein tolles Orangenes Kleid. Nur für sich selbst wurde Julia leider nicht fündig.

Neue 68er Bewegung

Gerade optisch an die Stadt angepasst fuhren wir dennoch nach der Einkaufstour weiter, zurück nach Nelson, wo wir unsere Vorräte für den Able Tasman einkaufen wollen. 
Ein bisschen Meer…
…und Straße….
…und Steine
Fast wie zu Hause
Nach den 105 Kilometern in Nelson angekommen ging es an den Strand, wo es allerdings so windig und damit kalt war, dass wir nach wenigen Minuten schon weiter fuhren.
Chillen im Schatten
Schön aber Kalt

In der Stadt ging es dann zu Kathmandu, wo sich Eva eine Hose für die bevorstehende Wanderung kaufte, wir anderen wurden nicht fündig. Dann war es auch schon Mittagsessenszeit, weshalb wir uns Pizza besorgten, die wir dann in einem nahegelegenen Park genossen. Dort blieben wir dann den ganzen Tag, mit Ausnahme einer Stadterkundung seitens Julia und mir, bei der wir ein paar kleine Läden besuchten, die allerdings wegen der fortgeschrittenen Zeit (6pm) langsam alle schlossen. Deshalb gingen wir zur Kathedrale von Nelson, die auf einem Hügel über der Stadt thront. Die Kirche ist im Basilikastil errichtet, schöne Säulen und Buntglasfenster, und generell ist diese sehr interessant eingerichtet. Sie ist nämlich irgendwie eine Mischung aus Kirche, Museum (wegen der ganzen Informationstafeln) und Spieleecke für Kinder. Generell war die Atmosphäre dort sehr angenehm und erhaben. Nicht zuletzt weil Queen Elisabeth I am 17.01.1954 (also morgen vor ein paar Jahren) hier einer Messe beiwohnte, und die Kirche voller Stolz die beiden Sessel, auf denen das Paar damals saß, wie Reliquien ausstellt. 
Ausgestellte Baupläne
Vom Chorraum aus gesehen
Der Chorraum, links davon die Kinderkirche mit eigenen kleinen Bänken
DIE Stühle
…und die kleine Tafel darauf
Nach der Kirche gingen wir dann zu Countdown, wo das Brot abends bis um die Hälfte reduziert ist. Zurück in den Park kamen wir mit zwei Laiben Brot und Käsebrötchen für gerade mal 4$. Dann ging es zum Parkplatz in der Stadt, wo wir nach ein paar Dosen Spagetti und Baked Beans schlafen gingen.

Takaka

15.01 2017

Heute hatten wir einen Stellplatz direkt am Meer bekommen, was wunderschön war. Geweckt wurden wir von denn Geschrei der „Hähne von Neuseeland“, wie Eva treffend die Möwen hier nennt, die einen infernalen Lärm gleich nach Sonnenaufgang veranstalteten. Dafür konnten wir dann die Sonne über dem Meer aufgehen sehen, was uns wieder halbwegs mit ihnen versöhnte. Das Frühstück nahmen wir an einem Picknicktisch neben unseren Autos ein, hinter uns das Meer.

Gegen halb 12 fuhren wir Richtung Takaka, besichtigten aber vorher noch Quellen, die die klarsten ihrer Art in ganz Ozeanien sind. Zu diesen führte ein kleiner Wanderweg durch einen herrlichen kühlen Wald, an dessen Rand Farne und kleine Büsche wuchsen. Schließlich kamen wir an einer Platzform über den Quellen an, die den Maori so heilig ist, dass man nicht in ihnen schwimmen, geschweige denn das Wasser überhaupt berühren darf. Und diesem Gebot folge zu leisten fällt einem hier echt schwer, so wunderschön ist das klare Wasser und der Wald darum. Man würde dem Ort aber durch Badegäste definitiv die Magie nehmen.

Anschließend fuhren wir dann in die Hippiegemeinde Takaka zurück, wo wir das Swimminghole besichtigten, dass uns der Glaser vor ein paar Tagen empfohlen hatte. Schwimmen waren wir allerdings nicht, wir lagen am Ufer des Flusses und lasen stundenlang, und entspannten, nur unterbrochen von einem Toast-Mittagessen. Man sieht, wir trainieren fleißig für den Able Tasman…

Gegen 6pm fuhren wir zum Freedomcampingplatz, nachdem Eva und ich noch frische Sahne und Milch für das Abendessen gekauft hatten. Der Preis schien uns heute recht angemessen. Mit den Zutaten zauberten wir dann Spagetti in Pilz-Sahne Soße. Die war so gut dass wir gleich noch eine Portion nach kochten. Nach dem abspülen bei herrlichem Sonnenuntergang ging es auch schon wieder ins Bett.