Herbert ( T-100 Tage)

04.02 2017

Nach dem Frühstück fuhren wir heute auf dem Highway 8 an den Lake Pukaki und schauten uns an diesem erst einmal ausgiebig satt. Der See ist ziemlich lang und ebnet den Blick für eine spektakuläre Aussicht auf den Mount Cook, den höchsten Berg Neuseelands. Förmlich in den Wolken stehend ragt er über das tief türkise Wasser, das mit lauten Wellen an den kleinen Abhang klatschte, auf dem wir standen. Wenige Meter Fahrt weiter gab es einen Kiosk, bei dem man Lachs aus diesem See kaufen konnte, das haben wir allerdings gelassen, nicht zuletzt, weil hier busseweise Japaner angekarrt wurden, die den Shop fluteten.

Fluten ist ein gutes Stichwort, denn in Sichtweite war ein riesiger Staudamm, von dem das Wasser des Sees in einen Kanal floss, in unglaublicher Geschwindigkeit und Masse. Wofür der Damm allerdings genau gedacht ist ist nicht ersichtlich, zumindest die Energiegewinnung können wir aufgrund eines fehlenden Kraftwerks schon einmal ausschließen.

Dann fuhren wir weiter auf dem Highway 83 nach Osten, bogen bei Otematata ab und hielten in Benmore am größten Staudamm Neuseelands, um dort eine kleine Wanderung zu unternehmen.

Der Peninsula Track führte uns auf die von Pinien bewaldeten Berge über dem Stausee, eröffnete einen tollen Blick auf diesen und die den schottischen Highlands sehr ähnlichen Bergen dahinter. Es sah fast so aus wie der See vor Hogwarts, wäre eine Dampflokomotive gefahren, hätte diese Vorstellung perfekt gepasst. Die Wanderung war genial, auf jeden Fall zu empfehlen, falls noch jemand vorhat hier vorbei zu kommen 😜

Nachdem wir auch noch einmal über den Damm gelaufen waren, der wesentlich länger war als er aussah, fuhren wir auch schon weiter, bogen allerdings bei einem Parkplatz direkt am Highway wieder ab, als wir das Schild „Maori Paintings“ sahen. Leider war der Parkplatz tatsächlich sehenswerter als die Kunstwerke, diese wurden nämlich für Museen zu einem Großteil aus dem Felsen gebrochen und waren gar nicht mehr vorhanden! Die verbliebenden waren so verblasst, dass man sie kaum erkennen konnte. Nur ein Bild war wirklich sichtbar, dafür aber unscheinbar.

Ziemlich müde kamen wir dann in Herbert an (ja, der Ort heißt tatsächlich so) und fuhren auf einen gemütlichen Campingplatz. Chris machte Sport, ich einen kleinen Spaziergang über den Platz, dann wurde auch schon das Abendessen zubereitet. Und nein, keine Nudeln mit Tomatensoße, sondern Nudeln mit Pesto.

Wir hatten allerdings auch richtig Glück, die Kiwis, mit denen wir uns in der Küche unterhalten hatten, waren morgens angeln gewesen und hatten leider einen Fisch zu viel. Diesen schenkten sie uns frisch gebraten, und ergänzten das Mahl um eine wahre Köstlichkeit.

Nach einer langen Unterhaltung mit einem Hamburger ging’s dann ins Bett.

PS: Ab genau heute haben wir noch 100 Tage in Neuseeland, die Uhr tickt.

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